Wir haben heute Karten für die Sagrada Família um 14:00 Uhr. Also lassen wir es langsam angehen. Auch haben die letzten vier Wochen Spuren hinterlassen. Wir haben bis jetzt so unheimlich viel gesehen und sind so unheimlich viel gelaufen, dass wir uns heute einen etwas ruhigeren Tag gönnen.

Nach dem Frühstück gehen wir auf das Hotelzimmer und lesen erst einmal E-Mails und die neusten Nachrichten. Uns fällt dann aber doch die Decke auf den Kopf und wir machen uns auf den Weg.

Wir fahren mir der U-Bahn L4 bis zur Station Verdaguer. Von hier laufen wir erst einmal zur Sagrada Família, um zu sehen, welchen Eingang wir später nehmen müssen.

Jetzt geht es die Avinguda de Gaudí entlang. Bevor wir aufgebrochen sind, habe ich die KI gefragt, von welchem Punkt ich die Kirche am besten von außen fotografieren kann. Als eine von mehreren Möglichkeiten kam die Avinguda de Gaudí. Und als weiterer Vorschlag kam dann noch, die Straße weiter zu laufen zum Recinte Modernista de Sant Pau.

Barcelona | Sagrada Família gesehen von der Avinguda de Gaudí
Barcelona | Sagrada Família gesehen von der Avinguda de Gaudí

Nachdem die Fotos im Kasten sind, laufen wir weiter in Richtung Sant Pau Recinte Modernista. Sant Pau Recinte Modernista ist ein ehemaliges Krankenhaus, erbaut im Jungendstil und eines der außergewöhnlichsten Bauwerke der katalanischen Moderne, ein Krankenhaus, das aussieht wie ein Märchenschloss. Wir bewundern es nur von außen, da uns leider die Zeit fehlt, es auch noch innen zu besichtigen.

Barcelona | Sant Pau Recinte Modernista
Barcelona | Sant Pau Recinte Modernista

Jetzt geht es zurück zur Sagrada Família. Auf dem Weg legen wir einen kurzen Halt im LA FONT GAUDÍ ein. Wir essen eine Kleinigkeit und trinken etwas.

Wir laufen die letzten Meter zur Basilika. Auf dem Weg ersteht Schatzi noch eine Kleinigkeit für unseren Alleinerben. Wir gehen zum Eingang und laufen durch die Sicherheitskontrolle. Fast wie am Flughafen. Wir gehen zur Geburtsfassade. Hier sollen wir am Sammelpunkt A auf den Guide warten. Während wir warten, bestaunen wir schon einmal die Fassade. Natürlich machen wir auch ausgiebig Fotos von der Fassade. Ist halt schwierig zu fotografieren.

Die Fassade zeigt nach Nordosten, zur aufgehenden Sonne. Das hat Gaudí bewusst so gewählt: Das Morgenlicht steht für den Beginn des Lebens und damit für die Geburt Christi. Sie zeigt die Geburt Jesu und seine ersten Lebensjahre. Für die Figuren arbeitete Gaudí mit echten Menschen und Tieren.

Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade
Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade

Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade
Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade

Die Guide erklärt uns die Fassade, dann geht es in das Innere der Basilika.

Nach 144 Jahren ist der Bau der Sagrada Família fast abgeschlossen. Am 10. Juni 2026 segnete Papst Leo XIV. ihren höchsten Turm, 144 Jahre nach der Grundsteinlegung.

1882 legte die Vereinigung der Verehrer des heiligen Josef den Grundstein für einen Sühnetempel. Er sollte allein aus Spenden finanziert werden, und das gilt bis heute, ergänzt durch Eintrittsgelder. Der erste Architekt plante eine neugotische Kirche, trat aber schon 1883 nach Streit zurück.

Dann kam der damals 31-jährige Antoni Gaudí. Er verwarf den Entwurf und erfand die Kirche neu: mit drei großen Fassaden für Geburt, Passion und Glorie Christi und 18 Türmen. Zwölf stehen für die Apostel, vier für die Evangelisten, einer für Maria. Der höchste, zentrale Turm steht für Jesus.

Ab 1914 arbeitete Gaudí nur noch an diesem Projekt und lebte zuletzt auf der Baustelle. Am 7. Juni 1926 wurde er von einer Straßenbahn erfasst. Weil man ihn wegen seiner schlichten Kleidung für einen Bettler hielt, bekam er zunächst keine Hilfe. Er starb am 10. Juni 1926. Zu diesem Zeitpunkt stand nur einer der Türme. Gaudí soll gesagt haben: Mein Auftraggeber hat es nicht eilig.

1936 legten Anarchisten im Spanischen Bürgerkrieg Feuer in der Krypta und zerstörten Gaudís Werkstatt. Pläne und viele Gipsmodelle gingen verloren. Spätere Architekten setzten die Modelle mühsam aus Bruchstücken wieder zusammen. Bis heute wird deshalb diskutiert, wie nah der Bau an Gaudís Absichten bleibt.

Ab den 1950er-Jahren ging es wieder voran. 1976 waren die Türme der Passionsfassade fertig, deren kantige Skulpturen von Josep Maria Subirachs bis heute polarisieren. 1984 nahm die UNESCO die ersten Teile ins Welterbe auf. Ab den 1990er-Jahren half die Computertechnik: Gaudís komplizierte Formen ließen sich nun berechnen und exakt fertigen. Das Bautempo stieg deutlich.

2010 weihte Papst Benedikt XVI. den überdachten Innenraum und erhob die Kirche zur Basilika. Erst 2019 bekam die Sagrada Família nach rund 137 Jahren eine offizielle Baugenehmigung der Stadt. Nach der Corona-Pause wurden 2021 der Marienturm und 2022/23 die vier Evangelistentürme vollendet.

Am 20. Februar 2026 wurde das letzte Teil des Kreuzes auf der Spitze des Zentralturms montiert. Es ist 17 Meter hoch und mit Glas und weißer Keramik verkleidet. Die Basilika erreichte damit ihre endgültige Höhe von 172,5 Metern und ist die höchste Kirche der Welt. Gaudí hatte den Turm bewusst etwas niedriger geplant als den Hausberg Montjuïc, denn Menschenwerk sollte Gottes Schöpfung nicht übertreffen.

Der Innenausbau des Zentralturms soll bis 2027/2028 dauern. Noch nicht gebaut ist die Glorienfassade mit dem Haupteingang. Für die geplante Freitreppe müssten möglicherweise Wohnhäuser weichen, was seit Jahren für Streit sorgt. Als Fertigstellung nennt man die 2030er-Jahre, doch solche Prognosen haben sich oft verschoben.

Die Guide verabschiedet sich, wir geben unsere Kopfhörer zurück. Die Übertragungstechnik, die die Guides hier benutzen, muss noch aus dem letzten Jahrhundert stammen. Wir hatten schlechte Tonqualität und häufiger auch Tonaussetzer.

Wir nehmen jetzt den Audioguide aus der App, die sehr gut gemacht ist, und laufen dann noch einmal durch die Kirche.

Für die Türme entwarf Gaudí Wendeltreppen, die Formen aus der Natur aufgreifen, seiner wichtigsten Inspirationsquelle. Spiralen kommen in Schneckengehäusen und in Pflanzen vor. Der Architekt griff dieses Motiv immer wieder auf. Ein Beispiel ist die Wendeltreppe in einem der Evangelistentürme. Pünktlich stehen wir dann am Eingang zum Turm. Die Besichtigung des Turmes kann nur zusammen mit einer Führung gebucht werden. Unsere Rücksäcke schließen wir, bevor es in den Fahrstuhl geht, in die bereitstehenden Schließfächer ein.

Mit dem Fahrstuhl fahren wir fast nach ganz oben, auf 50 Meter. Für die letzten zehn Meter müssen wir noch einige Treppenstufen erklimmen. Zum Glück haben wir die Rücksäcke eingeschlossen, die Wendeltreppe ist doch recht eng. Im Vorfeld haben wir uns für die Geburtsfassade entschieden, da die Sonne hier am Nachmittag genau richtig steht. Über eine kleine Brücke geht es zu dem anderen Turm. Von der Brücke haben wir einen schönen Ausblick auf Barcelona.

Barcelona / Sagrada Família | Ausblick
Barcelona / Sagrada Família | Ausblick

Im anderen Turm geht es dann zu Fuß über die Wendeltreppe zurück zur Kirche.

Barcelona / Sagrada Família | Wendeltreppe
Barcelona / Sagrada Família | Wendeltreppe

Wir schauen uns noch die Decke an. Die Säulen ähneln Baumstämmen, die sich vielfach verzweigen und zu einem Baumkronendach entfalten. Durch diese Konstruktion vermied Gaudí Stützen ausserhalb der Kirche.

Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke
Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke

Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke
Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke

Barcelona / Sagrada Família | Kirchenschiff
Barcelona / Sagrada Família | Kirchenschiff

Wir bewundern noch den Altar. In die Krypta kommen wir leider nicht, diese ist zur Zeit gesperrt.

Barcelona / Sagrada Família | Altar
Barcelona / Sagrada Família | Altar

Als wir die Kirche verlassen wollen, scheint die Sonne durch die Fenster auf der Seite der Passionsfassade.

Barcelona / Sagrada Família | Fenster der Passionsfassade
Barcelona / Sagrada Família | Fenster der Passionsfassade

Wir verlassen das Gelände und steigen in die U-Bahn L5 und fahren zur Station Verdaguer. Hier steigen wir um in die L4 und fahren bis zur Station Urquinaona, die direkt vor dem Hotel liegt.

Völlig ermattet duschen wir uns schnell im Zimmer und fahren hoch zum Pool, kurz planschen. Nach fünf Minuten kommt die Bar-Fee und sagt uns, dass der Pool jetzt schließe. Wir antworten ihr, dass er laut Hotel-App in 1,5 Stunden schließt. Sie verneint. Alles gut, haben ja ausgiebig geplanscht. Im Hotelzimmer lässt uns die Uhrzeit trotzdem keine Ruhe. In der Hotel-App steht, dass er erst um 18:30 Uhr schließt und nicht schon um 17:00 Uhr. Ein kurzer Anruf an der Rezeption klärt alles auf. Seit heute gelten neue Uhrzeiten, die App hätte eigentlich aktualisiert sein sollen. Sie entschuldigen sich und schickt ein Flasche Cava aufs Zimmer. Das hatten wir nun nicht erwartet, aber trotzdem sehr nett.

Schatzi hat gestern einen Tisch im Restaurant Caelis im Hotel gebucht. Das Restaurant hat einen Michelin-Stern. Wir sind sehr gespannt. Allerdings öffnet es erst um 20:00 Uhr. Immer, wenn wir so spät essen, schlafen wir auch schlecht. Macht aber nichts, morgen haben wir ja nichts vor, außer zurück nach Berlin zu fliegen.

Um 20:00 Uhr stehen wir vor dem Eingang. Wir werden nett begrüßt und zum Tisch begleitet. Wir wählen das Earth & Sea Menü mit Weinbegleitung.

Das Ambiente ist sehr schick, die Kellner und der Weinguide sehr aufmerksam. Alles in allem ein gelungener Abschieds-Abend, als wir schließlich um 23:00 Uhr ins Bett fallen.

Morgen geht es dann in Richtung Berlin, mit Zwischenlandung in München. Wir hatten einen sehr schönen, entspannten, aber auch sehr lehrreichen Urlaub.

Wir haben heute Karten für die Sagrada Família um 14:00 Uhr. Also lassen wir es langsam angehen. Auch haben die letzten vier Wochen Spuren hinterlassen. Wir haben bis jetzt so unheimlich viel gesehen und sind so unheimlich viel gelaufen, dass wir uns heute einen etwas ruhigeren Tag gönnen.

Nach dem Frühstück gehen wir auf das Hotelzimmer und lesen erst einmal E-Mails und die neusten Nachrichten. Uns fällt dann aber doch die Decke auf den Kopf und wir machen uns auf den Weg.

Wir fahren mir der U-Bahn L4 bis zur Station Verdaguer. Von hier laufen wir erst einmal zur Sagrada Família, um zu sehen, welchen Eingang wir später nehmen müssen.

Jetzt geht es die Avinguda de Gaudí entlang. Bevor wir aufgebrochen sind, habe ich die KI gefragt, von welchem Punkt ich die Kirche am besten von außen fotografieren kann. Als eine von mehreren Möglichkeiten kam die Avinguda de Gaudí. Und als weiterer Vorschlag kam dann noch, die Straße weiter zu laufen zum Recinte Modernista de Sant Pau.

Barcelona | Sagrada Família gesehen von der Avinguda de Gaudí
Barcelona | Sagrada Família gesehen von der Avinguda de Gaudí

Nachdem die Fotos im Kasten sind, laufen wir weiter in Richtung Sant Pau Recinte Modernista. Sant Pau Recinte Modernista ist ein ehemaliges Krankenhaus, erbaut im Jungendstil und eines der außergewöhnlichsten Bauwerke der katalanischen Moderne, ein Krankenhaus, das aussieht wie ein Märchenschloss. Wir bewundern es nur von außen, da uns leider die Zeit fehlt, es auch noch innen zu besichtigen.

Barcelona | Sant Pau Recinte Modernista
Barcelona | Sant Pau Recinte Modernista

Jetzt geht es zurück zur Sagrada Família. Auf dem Weg legen wir einen kurzen Halt im LA FONT GAUDÍ ein. Wir essen eine Kleinigkeit und trinken etwas.

Wir laufen die letzten Meter zur Basilika. Auf dem Weg ersteht Schatzi noch eine Kleinigkeit für unseren Alleinerben. Wir gehen zum Eingang und laufen durch die Sicherheitskontrolle. Fast wie am Flughafen. Wir gehen zur Geburtsfassade. Hier sollen wir am Sammelpunkt A auf den Guide warten. Während wir warten, bestaunen wir schon einmal die Fassade. Natürlich machen wir auch ausgiebig Fotos von der Fassade. Ist halt schwierig zu fotografieren.

Die Fassade zeigt nach Nordosten, zur aufgehenden Sonne. Das hat Gaudí bewusst so gewählt: Das Morgenlicht steht für den Beginn des Lebens und damit für die Geburt Christi. Sie zeigt die Geburt Jesu und seine ersten Lebensjahre. Für die Figuren arbeitete Gaudí mit echten Menschen und Tieren.

Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade
Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade

Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade
Barcelona / Sagrada Família | Geburtsfassade

Die Guide erklärt uns die Fassade, dann geht es in das Innere der Basilika.

Nach 144 Jahren ist der Bau der Sagrada Família fast abgeschlossen. Am 10. Juni 2026 segnete Papst Leo XIV. ihren höchsten Turm, 144 Jahre nach der Grundsteinlegung.

1882 legte die Vereinigung der Verehrer des heiligen Josef den Grundstein für einen Sühnetempel. Er sollte allein aus Spenden finanziert werden, und das gilt bis heute, ergänzt durch Eintrittsgelder. Der erste Architekt plante eine neugotische Kirche, trat aber schon 1883 nach Streit zurück.

Dann kam der damals 31-jährige Antoni Gaudí. Er verwarf den Entwurf und erfand die Kirche neu: mit drei großen Fassaden für Geburt, Passion und Glorie Christi und 18 Türmen. Zwölf stehen für die Apostel, vier für die Evangelisten, einer für Maria. Der höchste, zentrale Turm steht für Jesus.

Ab 1914 arbeitete Gaudí nur noch an diesem Projekt und lebte zuletzt auf der Baustelle. Am 7. Juni 1926 wurde er von einer Straßenbahn erfasst. Weil man ihn wegen seiner schlichten Kleidung für einen Bettler hielt, bekam er zunächst keine Hilfe. Er starb am 10. Juni 1926. Zu diesem Zeitpunkt stand nur einer der Türme. Gaudí soll gesagt haben: Mein Auftraggeber hat es nicht eilig.

1936 legten Anarchisten im Spanischen Bürgerkrieg Feuer in der Krypta und zerstörten Gaudís Werkstatt. Pläne und viele Gipsmodelle gingen verloren. Spätere Architekten setzten die Modelle mühsam aus Bruchstücken wieder zusammen. Bis heute wird deshalb diskutiert, wie nah der Bau an Gaudís Absichten bleibt.

Ab den 1950er-Jahren ging es wieder voran. 1976 waren die Türme der Passionsfassade fertig, deren kantige Skulpturen von Josep Maria Subirachs bis heute polarisieren. 1984 nahm die UNESCO die ersten Teile ins Welterbe auf. Ab den 1990er-Jahren half die Computertechnik: Gaudís komplizierte Formen ließen sich nun berechnen und exakt fertigen. Das Bautempo stieg deutlich.

2010 weihte Papst Benedikt XVI. den überdachten Innenraum und erhob die Kirche zur Basilika. Erst 2019 bekam die Sagrada Família nach rund 137 Jahren eine offizielle Baugenehmigung der Stadt. Nach der Corona-Pause wurden 2021 der Marienturm und 2022/23 die vier Evangelistentürme vollendet.

Am 20. Februar 2026 wurde das letzte Teil des Kreuzes auf der Spitze des Zentralturms montiert. Es ist 17 Meter hoch und mit Glas und weißer Keramik verkleidet. Die Basilika erreichte damit ihre endgültige Höhe von 172,5 Metern und ist die höchste Kirche der Welt. Gaudí hatte den Turm bewusst etwas niedriger geplant als den Hausberg Montjuïc, denn Menschenwerk sollte Gottes Schöpfung nicht übertreffen.

Der Innenausbau des Zentralturms soll bis 2027/2028 dauern. Noch nicht gebaut ist die Glorienfassade mit dem Haupteingang. Für die geplante Freitreppe müssten möglicherweise Wohnhäuser weichen, was seit Jahren für Streit sorgt. Als Fertigstellung nennt man die 2030er-Jahre, doch solche Prognosen haben sich oft verschoben.

Die Guide verabschiedet sich, wir geben unsere Kopfhörer zurück. Die Übertragungstechnik, die die Guides hier benutzen, muss noch aus dem letzten Jahrhundert stammen. Wir hatten schlechte Tonqualität und häufiger auch Tonaussetzer.

Wir nehmen jetzt den Audioguide aus der App, die sehr gut gemacht ist, und laufen dann noch einmal durch die Kirche.

Für die Türme entwarf Gaudí Wendeltreppen, die Formen aus der Natur aufgreifen, seiner wichtigsten Inspirationsquelle. Spiralen kommen in Schneckengehäusen und in Pflanzen vor. Der Architekt griff dieses Motiv immer wieder auf. Ein Beispiel ist die Wendeltreppe in einem der Evangelistentürme. Pünktlich stehen wir dann am Eingang zum Turm. Die Besichtigung des Turmes kann nur zusammen mit einer Führung gebucht werden. Unsere Rücksäcke schließen wir, bevor es in den Fahrstuhl geht, in die bereitstehenden Schließfächer ein.

Mit dem Fahrstuhl fahren wir fast nach ganz oben, auf 50 Meter. Für die letzten zehn Meter müssen wir noch einige Treppenstufen erklimmen. Zum Glück haben wir die Rücksäcke eingeschlossen, die Wendeltreppe ist doch recht eng. Im Vorfeld haben wir uns für die Geburtsfassade entschieden, da die Sonne hier am Nachmittag genau richtig steht. Über eine kleine Brücke geht es zu dem anderen Turm. Von der Brücke haben wir einen schönen Ausblick auf Barcelona.

Barcelona / Sagrada Família | Ausblick
Barcelona / Sagrada Família | Ausblick

Im anderen Turm geht es dann zu Fuß über die Wendeltreppe zurück zur Kirche.

Barcelona / Sagrada Família | Wendeltreppe
Barcelona / Sagrada Família | Wendeltreppe

Wir schauen uns noch die Decke an. Die Säulen ähneln Baumstämmen, die sich vielfach verzweigen und zu einem Baumkronendach entfalten. Durch diese Konstruktion vermied Gaudí Stützen ausserhalb der Kirche.

Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke
Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke

Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke
Barcelona / Sagrada Família | Säulen und Decke

Barcelona / Sagrada Família | Kirchenschiff
Barcelona / Sagrada Família | Kirchenschiff

Wir bewundern noch den Altar. In die Krypta kommen wir leider nicht, diese ist zur Zeit gesperrt.

Barcelona / Sagrada Família | Altar
Barcelona / Sagrada Família | Altar

Als wir die Kirche verlassen wollen, scheint die Sonne durch die Fenster auf der Seite der Passionsfassade.

Barcelona / Sagrada Família | Fenster der Passionsfassade
Barcelona / Sagrada Família | Fenster der Passionsfassade

Wir verlassen das Gelände und steigen in die U-Bahn L5 und fahren zur Station Verdaguer. Hier steigen wir um in die L4 und fahren bis zur Station Urquinaona, die direkt vor dem Hotel liegt.

Völlig ermattet duschen wir uns schnell im Zimmer und fahren hoch zum Pool, kurz planschen. Nach fünf Minuten kommt die Bar-Fee und sagt uns, dass der Pool jetzt schließe. Wir antworten ihr, dass er laut Hotel-App in 1,5 Stunden schließt. Sie verneint. Alles gut, haben ja ausgiebig geplanscht. Im Hotelzimmer lässt uns die Uhrzeit trotzdem keine Ruhe. In der Hotel-App steht, dass er erst um 18:30 Uhr schließt und nicht schon um 17:00 Uhr. Ein kurzer Anruf an der Rezeption klärt alles auf. Seit heute gelten neue Uhrzeiten, die App hätte eigentlich aktualisiert sein sollen. Sie entschuldigen sich und schickt ein Flasche Cava aufs Zimmer. Das hatten wir nun nicht erwartet, aber trotzdem sehr nett.

Schatzi hat gestern einen Tisch im Restaurant Caelis im Hotel gebucht. Das Restaurant hat einen Michelin-Stern. Wir sind sehr gespannt. Allerdings öffnet es erst um 20:00 Uhr. Immer, wenn wir so spät essen, schlafen wir auch schlecht. Macht aber nichts, morgen haben wir ja nichts vor, außer zurück nach Berlin zu fliegen.

Um 20:00 Uhr stehen wir vor dem Eingang. Wir werden nett begrüßt und zum Tisch begleitet. Wir wählen das Earth & Sea Menü mit Weinbegleitung.

Das Ambiente ist sehr schick, die Kellner und der Weinguide sehr aufmerksam. Alles in allem ein gelungener Abschieds-Abend, als wir schließlich um 23:00 Uhr ins Bett fallen.

Morgen geht es dann in Richtung Berlin, mit Zwischenlandung in München. Wir hatten einen sehr schönen, entspannten, aber auch sehr lehrreichen Urlaub.