Spanien 2026 Tag 23 - Empúries Museu d’Arqueologia de Catalunya
Nach dem Frühstück räumen wir erst einmal das Auto auf. Wir werden es morgen in Barcelona abgeben. Auch entfernen wir unser selbstgebasteltes Windschott, ich habe durch Zufall gestern entdeckt, dass das original Windschott unter der Kofferraumabdeckung liegt. (Es sieht nicht so aus, als hätte es vor uns bereits jemand entdeckt 😏)
Wir wollen uns heute die Ausgrabungsstätte von Empúries ansehen. Hier wurden die Griechische Stadt Emporion und die Römische Stadt Municipium Emporiae ausgegraben.
Schatzi hatte vorgestern Karten für die Ausgrabungsstätte gekauft. Durch Zufall ist heute freier Eintritt. Wieder etwas Geld gespart (Können wir evtl. morgen im Outlet gewinnbringend anlegen.)
Es gibt einen großen Parkplatz und ich stelle den T-Rex unter einen Baum, damit es bei der Abfahrt nicht so warm im Auto ist. Wir laufen zum Eingang, scannen unsere Karten und bekommen einen deutschen Übersichtsplan. Auch gibt es einen deutschen Audioguide für das Smartphone. Schatzi aktiviert den Audioguide und wir betreten die Ausgrabungsstätte.
Die Griechen kamen im 6. Jahrhundert v. Chr. an diesen Ort und gründeten Empúries. Sie kamen aus Phokaia. Die Phokäer waren Händler und fanden hier auf der Iberischen Halbinsel Abnehmer für ihre griechischen Waren und auch Produkte für ihre Kunden im östlichen Mittelmeerraum. Die Schiffe waren also auf der Hin- und Rückfahrt voll beladen.
Die Phökäer gründeten hier, mit der Einwilligung der Iberer einen Hafen. Aus diesem Hafen erwuchs dann mit der Zeit diese Stadt. Zu Beginn der Ausgrabungen war das, was wir jetzt bewundern können unter zwei Metern Sand begraben.
Der Audioguide ist diesmal hervorragend gemacht. Wir lauschen den Erzählern und tauchen in die Welt der alten Griechen ein. Einige Mosaike sind noch sehr gut erhalten, für alles andere braucht man ein bisschen Phantasie, da nur noch Mauerreste und Säulenstümpfe zu sehen sind.
Jetzt geht auf den Hügel. Hier befindet sich die römische Stadt. Zuerst gründeten die Römer hier ein Militärlager für den Krieg gegen die Karthager. Mit der Zeit wurde das Militärlager durch eine neu angelegte römische Stadt ersetzt. Da sie jünger ist, ist sie auch teilweise noch etwas besser erhalten. Am alten Stadttor sind sogar noch die ausgefahrenen Spuren der Karren zu sehen. Außen ist ein Bild eines Penisses in die Mauer gehauen. Es sollte als Talisman dienen. Wir wissen nicht so genau, was wir davon halten sollen, fanden es aber so kurios, dass wir es wenigstens erwähnt haben wollen.
Zum Abschluss gehen wir in das Restaurant Bretta und trinken jeder eine Limonade. Auf dem Weg zum Hotel holen wir noch ein Brot beim Bäcker.
Dann heisst es Koffer packen. Morgen geht es dann ins Outlet und anschließend weiter nach Barcelona.