Der Wecker klingelt um 4:30 Uhr. Draußen ist es noch tiefste Nacht. Ich schaue aus dem Fenster und überprüfe das Wetter. Ich sehe nichts als Dunkelheit und ein paar Sterne. Also alles gut, das sollte heute klappen mit dem Ballon fahren. Wir machen uns frisch und einen Kaffee für die Fahrt. Das Frühstück gibt es dann beim Anbieter.

Um fünf sitzen wir im Dino. Das Thermometer zeigt 6°C. Ich drehe die Heizung auf und schalte die Sitzheizung ein. Wir fahren durch die schlafende Landschaft. Durch den gestrigen Regen ist es ein bisschen neblig. Die Straßen sind leer, nur hin und wieder begegnet uns ein Lieferwagen oder Auto. Schatzi ist bei der zweistündigen Autofahrt sehr ruhig. Sie sagt, dass sie etwas aufgeregt ist. Hin und wieder sinkt die Sichtweite auf 50 Meter. In den Tälern steht der Bodennebel.

Wir fahren auf den Parkplatz und gehen zum Gebäude. Wir werden schon erwartet und von einem Mitarbeiter freundlich begrüßt. Er streicht unsere Namen auf der Liste ab, gibt uns eine kleine Karte mit dem Namen des Ballons, dem wir zugeordnet sind und einen Vordruck, den wir ausfüllen sollen. Er führt uns in einen kleinen Vorraum. Hier stehen bereits die beiden Piloten und trinken Kaffee. Wir holen uns auch einen Kaffee und zwei Croissants. Der Startplatz liegt mitten im Naturschutzpark Vulkane der Garrotxa.

Schatzi füllt die Einverständniserklärung aus. Ich frage, ob ich die Kamera mitnehmen kann. Natürlich, ist kein Problem. Dann beginnt der Aufbau der Ballons. Es werden zwei Ballons parallel aufgebaut. Jeder Ballon bietet Platz für zehn Personen und den Piloten. Wir wurden dem Ballon mit dem Namen Olot zugeordnet. Olot ist der Hauptort des Naturschutzpark Vulkane der Garrotxa.

Ich gehe zum Auto und hole meine Kamera und beobachte den Aufbau. Ich möchte den Moment fotografieren, wenn der Ballon sich aufrichtet und die Hülle durch den Gasbrenner erleuchtet wird.

Die jeweiligen Teams stellen den Korb hin, rollen die Hülle aus und blasen dann Luft in die Hülle. Auf der Karte steht, dass die Hülle ein Volumen von 9000m³ hat. Die Crew prüft alle Leinen, die durch den Ballon laufen und dann zündet sie den Brenner. Die Hülle richtet sich langsam auf. Der Pilot und die Helfer arbeiten hier Hand in Hand. Sie machen dies bestimmt nicht zum ersten Mal.

Vol de Coloms | Aufbau der Ballons
Vol de Coloms | Aufbau der Ballons

Vol de Coloms | Dirk fotografiert
Vol de Coloms | Dirk fotografiert

Vol de Coloms | Aufbau der Ballons
Vol de Coloms | Aufbau der Ballons

Jetzt ist es endlich soweit: Wir dürfen einsteigen. Der Einstieg selbst ist erstaunlich unspektakulär. Bei unserer ersten und bis jetzt letzten Ballonfahrt, die ca. 30 Jahre her ist, mussten wir noch in den Korb klettern. Der Korb, den wir heute besteigen, hat eine große Tür. Einfach hinein laufen, ohne zu klettern. Der Korb ist in drei Abteile unterteilt. Der Pilot hat seinen eigenen Bereich an einer Schmalseite. Hier stehen auch die Gasflaschen, das Funkgerät und die GPS-Empfänger. Für je fünf Personen gibt es zwei weitere Abteile. Bevor es losgeht, macht das Rescue-Team noch Fotos.

Vol de Coloms | Vor dem Start
Vol de Coloms | Vor dem Start

Bevor es jetzt wirklich losgeht, müssen wir noch die Landeposition üben. Alle drehen sich in eine Richtung, gehen in die Hocke und halten sich an den Schlaufen, die unten am Korb angebracht sind, fest. Wichtig ist, dass der Kopf unter der Kante verschwindet.

Jetzt ist es soweit. Die Verankerung wird gelöst, der Brenner faucht und unser Ballon beginnt zu steigen, ganz langsam, kaum merklich. Dann schneller. Der Korb hebt sich vom Boden, und plötzlich stehen wir in der Luft.

Vol de Coloms | Start des zweiten Ballons
Vol de Coloms | Start des zweiten Ballons

Die ersten Minuten sind atemberaubend. Wir steigen auf und die Welt unter uns breitet sich aus wie eine Landkarte. Die Straßen, die wir eben noch befahren haben, sind jetzt dünne Linien. Die Häuser sind Spielzeug. Die Autos auf der Landstraße sehen aus wie Ameisen.

Vol de Coloms | Blick von Oben
Vol de Coloms | Blick von Oben

Und dann sehen wir den Nebel. In den Tälern, zwischen den Hügeln, liegt er und sieht aus wie Wasser, weiß und dicht, und er füllt die Senken aus. Der Pilot erklärt, was wir sehen. Die Landschaft unter uns ist vulkanisch, das sieht man von hier oben mit einer Deutlichkeit, die am Boden unmöglich ist. Er zeigt auf den Krater vom Volcà de Santa Margarida. Schatzi steht neben mir und lächelt. Ihr Aufregung hat sich gelegt und sie genießt die Ballonfahrt.

Vol de Coloms | Volcà de Santa Margarida
Vol de Coloms | Volcà de Santa Margarida

Der zweite Ballon bleibt immer in unserer Nähe. Er schwebt in einiger Entfernung im Sonnenaufgang, ein bunter Fleck gegen den Himmel.

Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon
Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon

Der Pilot öffnet seine kleine Kühltruhe. Auf den Eiswürfeln liegen Gläser und Sekt. Er gibt jedem von uns ein Glas, öffnet die Sektflasche und gießt ein. Wir stoßen alle miteinander an. Es schmeckt, bei sechs Grad Celsius, Nebelschwaden unter uns und der Sonne, die langsam höher steigt.

Eine Stunde dauert die Fahrt, und sie vergeht wie im Flug, könnte ein Wortspiel sein, ist es aber nicht, da wir mit dem Ballon fahren. Allerdings sagen die Pilot hier, dass sie fliegen. Passt dann also doch.

Wir treiben mit dem Wind, und der Wind trägt uns über das Land, langsam, gemächlich, ohne Hast. Manchmal steigt der Ballon, wenn der Pilot heizt, manchmal sinkt er, wenn die Luft in der Hülle abkühlt. Es ist ein Tanz mit der Luft, ein ständiges Ausbalancieren, und der Pilot führt ihn mit Gelassenheit und Können.

Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon
Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon

Der Pilot sucht jetzt einen Landeplatz. Er ist jetzt im ständigen Kontakt mit mit Rescue Team. Der Ballon sinkt langsam. Dann sieht er den Landplatz. Wir müssen die Landeposition einnehmen. Kurze Zeit später dürfen wir wieder aufstehen. Der Pilot sagt, dass es eine sanfte Landung wird. Und er hat recht. Sanft setzt der Korb auf, bewegt sich dann keinen Millimeter mehr vom Fleck. Seinen Ballon beherrscht er wirklich.

Wir dürfen aussteigen und in den Bus einsteigen, der inzwischen angekommen ist. Die Temperatur ist seit dem Start nicht wirklich gestiegen. Während wir uns aufwärmen können, verstauen der Pilot und seine zwei Helfer den Ballon auf dem Anhänger.

Wir fahren zurück zur Basis. Hier gibt es jetzt noch eine Kleinigkeit zu Essen. Zuerst gibt es Toast, das wir mit Knoblauch, Tomate und Olivenöl tränken, dazu verschiedenste Wurst. Einfach, aber sehr lecker. Dann gibt es Bohnen aus der Region mit Wurst. Den Abschluss bildet Pudding, der nur zwei Kilometer von hier hergestellt wird. Dann kommen noch ein Kaffee und ein Kräuterschnaps. Der Pilot erzählt, dass das Wichtigste nach dem Ballonfahren das Essen danach ist. Recht hat er. Nach dem Essen bekommen wir noch unsere Zertifikate für den Ballonflug ausgehändigt.

Die Ballonfahrt war ein einzigartiges Erlebnis. Werden wir bestimmt wieder machen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Wir fahren offen über die Landstraßen zurück und gehen noch für unser Abendessen und das morgige Frühstück einkaufen. Den Rest des Tages sind wir einfach mal faul und machen ein kleines Mittagschläfchen, war doch sehr früh heute morgen.

Höhenprofil

Der Wecker klingelt um 4:30 Uhr. Draußen ist es noch tiefste Nacht. Ich schaue aus dem Fenster und überprüfe das Wetter. Ich sehe nichts als Dunkelheit und ein paar Sterne. Also alles gut, das sollte heute klappen mit dem Ballon fahren. Wir machen uns frisch und einen Kaffee für die Fahrt. Das Frühstück gibt es dann beim Anbieter.

Um fünf sitzen wir im Dino. Das Thermometer zeigt 6°C. Ich drehe die Heizung auf und schalte die Sitzheizung ein. Wir fahren durch die schlafende Landschaft. Durch den gestrigen Regen ist es ein bisschen neblig. Die Straßen sind leer, nur hin und wieder begegnet uns ein Lieferwagen oder Auto. Schatzi ist bei der zweistündigen Autofahrt sehr ruhig. Sie sagt, dass sie etwas aufgeregt ist. Hin und wieder sinkt die Sichtweite auf 50 Meter. In den Tälern steht der Bodennebel.

Wir fahren auf den Parkplatz und gehen zum Gebäude. Wir werden schon erwartet und von einem Mitarbeiter freundlich begrüßt. Er streicht unsere Namen auf der Liste ab, gibt uns eine kleine Karte mit dem Namen des Ballons, dem wir zugeordnet sind und einen Vordruck, den wir ausfüllen sollen. Er führt uns in einen kleinen Vorraum. Hier stehen bereits die beiden Piloten und trinken Kaffee. Wir holen uns auch einen Kaffee und zwei Croissants. Der Startplatz liegt mitten im Naturschutzpark Vulkane der Garrotxa.

Schatzi füllt die Einverständniserklärung aus. Ich frage, ob ich die Kamera mitnehmen kann. Natürlich, ist kein Problem. Dann beginnt der Aufbau der Ballons. Es werden zwei Ballons parallel aufgebaut. Jeder Ballon bietet Platz für zehn Personen und den Piloten. Wir wurden dem Ballon mit dem Namen Olot zugeordnet. Olot ist der Hauptort des Naturschutzpark Vulkane der Garrotxa.

Ich gehe zum Auto und hole meine Kamera und beobachte den Aufbau. Ich möchte den Moment fotografieren, wenn der Ballon sich aufrichtet und die Hülle durch den Gasbrenner erleuchtet wird.

Die jeweiligen Teams stellen den Korb hin, rollen die Hülle aus und blasen dann Luft in die Hülle. Auf der Karte steht, dass die Hülle ein Volumen von 9000m³ hat. Die Crew prüft alle Leinen, die durch den Ballon laufen und dann zündet sie den Brenner. Die Hülle richtet sich langsam auf. Der Pilot und die Helfer arbeiten hier Hand in Hand. Sie machen dies bestimmt nicht zum ersten Mal.

Vol de Coloms | Aufbau der Ballons
Vol de Coloms | Aufbau der Ballons

Vol de Coloms | Dirk fotografiert
Vol de Coloms | Dirk fotografiert

Vol de Coloms | Aufbau der Ballons
Vol de Coloms | Aufbau der Ballons

Jetzt ist es endlich soweit: Wir dürfen einsteigen. Der Einstieg selbst ist erstaunlich unspektakulär. Bei unserer ersten und bis jetzt letzten Ballonfahrt, die ca. 30 Jahre her ist, mussten wir noch in den Korb klettern. Der Korb, den wir heute besteigen, hat eine große Tür. Einfach hinein laufen, ohne zu klettern. Der Korb ist in drei Abteile unterteilt. Der Pilot hat seinen eigenen Bereich an einer Schmalseite. Hier stehen auch die Gasflaschen, das Funkgerät und die GPS-Empfänger. Für je fünf Personen gibt es zwei weitere Abteile. Bevor es losgeht, macht das Rescue-Team noch Fotos.

Vol de Coloms | Vor dem Start
Vol de Coloms | Vor dem Start

Bevor es jetzt wirklich losgeht, müssen wir noch die Landeposition üben. Alle drehen sich in eine Richtung, gehen in die Hocke und halten sich an den Schlaufen, die unten am Korb angebracht sind, fest. Wichtig ist, dass der Kopf unter der Kante verschwindet.

Jetzt ist es soweit. Die Verankerung wird gelöst, der Brenner faucht und unser Ballon beginnt zu steigen, ganz langsam, kaum merklich. Dann schneller. Der Korb hebt sich vom Boden, und plötzlich stehen wir in der Luft.

Vol de Coloms | Start des zweiten Ballons
Vol de Coloms | Start des zweiten Ballons

Die ersten Minuten sind atemberaubend. Wir steigen auf und die Welt unter uns breitet sich aus wie eine Landkarte. Die Straßen, die wir eben noch befahren haben, sind jetzt dünne Linien. Die Häuser sind Spielzeug. Die Autos auf der Landstraße sehen aus wie Ameisen.

Vol de Coloms | Blick von Oben
Vol de Coloms | Blick von Oben

Und dann sehen wir den Nebel. In den Tälern, zwischen den Hügeln, liegt er und sieht aus wie Wasser, weiß und dicht, und er füllt die Senken aus. Der Pilot erklärt, was wir sehen. Die Landschaft unter uns ist vulkanisch, das sieht man von hier oben mit einer Deutlichkeit, die am Boden unmöglich ist. Er zeigt auf den Krater vom Volcà de Santa Margarida. Schatzi steht neben mir und lächelt. Ihr Aufregung hat sich gelegt und sie genießt die Ballonfahrt.

Vol de Coloms | Volcà de Santa Margarida
Vol de Coloms | Volcà de Santa Margarida

Der zweite Ballon bleibt immer in unserer Nähe. Er schwebt in einiger Entfernung im Sonnenaufgang, ein bunter Fleck gegen den Himmel.

Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon
Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon

Der Pilot öffnet seine kleine Kühltruhe. Auf den Eiswürfeln liegen Gläser und Sekt. Er gibt jedem von uns ein Glas, öffnet die Sektflasche und gießt ein. Wir stoßen alle miteinander an. Es schmeckt, bei sechs Grad Celsius, Nebelschwaden unter uns und der Sonne, die langsam höher steigt.

Eine Stunde dauert die Fahrt, und sie vergeht wie im Flug, könnte ein Wortspiel sein, ist es aber nicht, da wir mit dem Ballon fahren. Allerdings sagen die Pilot hier, dass sie fliegen. Passt dann also doch.

Wir treiben mit dem Wind, und der Wind trägt uns über das Land, langsam, gemächlich, ohne Hast. Manchmal steigt der Ballon, wenn der Pilot heizt, manchmal sinkt er, wenn die Luft in der Hülle abkühlt. Es ist ein Tanz mit der Luft, ein ständiges Ausbalancieren, und der Pilot führt ihn mit Gelassenheit und Können.

Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon
Vol de Coloms | Blick auf den zweiten Ballon

Der Pilot sucht jetzt einen Landeplatz. Er ist jetzt im ständigen Kontakt mit mit Rescue Team. Der Ballon sinkt langsam. Dann sieht er den Landplatz. Wir müssen die Landeposition einnehmen. Kurze Zeit später dürfen wir wieder aufstehen. Der Pilot sagt, dass es eine sanfte Landung wird. Und er hat recht. Sanft setzt der Korb auf, bewegt sich dann keinen Millimeter mehr vom Fleck. Seinen Ballon beherrscht er wirklich.

Wir dürfen aussteigen und in den Bus einsteigen, der inzwischen angekommen ist. Die Temperatur ist seit dem Start nicht wirklich gestiegen. Während wir uns aufwärmen können, verstauen der Pilot und seine zwei Helfer den Ballon auf dem Anhänger.

Wir fahren zurück zur Basis. Hier gibt es jetzt noch eine Kleinigkeit zu Essen. Zuerst gibt es Toast, das wir mit Knoblauch, Tomate und Olivenöl tränken, dazu verschiedenste Wurst. Einfach, aber sehr lecker. Dann gibt es Bohnen aus der Region mit Wurst. Den Abschluss bildet Pudding, der nur zwei Kilometer von hier hergestellt wird. Dann kommen noch ein Kaffee und ein Kräuterschnaps. Der Pilot erzählt, dass das Wichtigste nach dem Ballonfahren das Essen danach ist. Recht hat er. Nach dem Essen bekommen wir noch unsere Zertifikate für den Ballonflug ausgehändigt.

Die Ballonfahrt war ein einzigartiges Erlebnis. Werden wir bestimmt wieder machen, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Wir fahren offen über die Landstraßen zurück und gehen noch für unser Abendessen und das morgige Frühstück einkaufen. Den Rest des Tages sind wir einfach mal faul und machen ein kleines Mittagschläfchen, war doch sehr früh heute morgen.

Höhenprofil