Spanien 2026 Tag 1 - Anreise
Der Wecker klingelt um 3:30 Uhr. Wir sind erstaunlicherweise relativ munter für diese Uhrzeit. Frühstück lassen wir erst einmal ausfallen, wir wollen am Flughafen in der Lufthansa Lounge etwas essen.
Der Taxifahrer steht pünktlich vor unserer Tür und wir fahren zum Festpreis zum Flughafen. Um diese Uhrzeit schläft die Stadt noch und wir kommen zügig voran.
Das Einchecken geht schnell von statten, durch den Business-Status können wir an der Sicherheitskontrolle die Fast-Lane nehmen. Jetzt geht es auf direktem Weg zu Lounge. Das Frühstücksbuffet kann mit einem Wellnesshotel in Südtirol nicht mithalten, ist aber in etwa gleichwertig mit dem Frühstück im Hilton-Hotel in Berkley (USA).
Wir laufen zu unsrem Gate. Das Boarding erfolgt zeitnah über die Priority-Lane. Das Flugzeug ist ein echter Hingucker: Zum 100-Jahr-Jubiläum der Lufthansa, hat das Flugzeug eine charmante Retro-Lackierung. Im Design der Lockheed Super Star gleitet die Maschine durch die Luft. Wie der Pilot bereits bei der Durchsage enthusiastisch anmerkte, handele es sich um die wohl schönste Lackierung, die ein Airbus in Deutschland, wenn nicht gar weltweit, trägt. Ein Kompliment, dem wir beim Betrachten der Maschine nur zustimmen können.
Im Flugzeug verzichten wir dankbar auf das angebotene Frühstück und genießen stattdessen die Aussicht. 25 Minuten vor der geplanten Ankunftszeit landen wir in Frankfurt, allerdings fahren wir noch ca. 10 Minuten über den Flughafen zum Gate.
Natürlich müssen wir dann am Flughafen auch das Gate wechseln und laufen 15 Minuten vom Flugzeug bis zur Lounge. Wir suchen uns ein Plätzchen, essen und trinken eine Kleinigkeit und warten auf den Abflug nach Barcelona.
Wieder erfolgt das Boarding über die Priority-Lane. Der Flug hat 45 Minuten Verspätung, weil ein Passagier nicht eingestiegen ist. Seine Koffer sind schon verladen, dürfen aber nicht mitfliegen. Das Suchen und Ausladen dauert dann halt etwas. Das gibt mir die Zeit, unseren Mietwagen auszusuchen und alle Daten einzugeben. Per Mail kommt ein PIN für den Schlüsselkasten.
Auf dem Weg zur Startbahn dürfen wir dann noch einige Flieger überholen, oder der Kapitän hat sein Drängelticket eingelöst. Auf jeden Fall müssen wir uns nicht hinten anstellen.
Diesmal nehmen wir das angebotene Frühstück. Ein cremiger Joghurt mit Erdbeer-Coulis und feinen Pistazien, Brötchen oder Croissant, Wurst- und Käsespezialitäten. Sehr gute Qualität und auch sehr lecker.
Schatzi nimmt zum Nachtisch einen „Ziegler Avionic“, eine Hommage an den klassischen Lufthansa-Willkommensdrink der 1950er Jahre, den sie bereits auf dem Flug von New York für sich entdeckt hatte.
Der Rest vergeht dann wie im Fluge. Die Kofferausgabe ist dann wieder am anderen Ende des Flughafens. Hier gibt es mindestens 15 Gepäckbänder, alle ankommenden Koffer werden auf nur einem Band bereitgestellt. Dementsprechend groß ist der Andrang. Unsere Koffer kommen ziemlich als erstes, allein das Vorkämpfen zum Gepäckband ist etwas mühsehlig.
Auch die Autovermietung ist nicht um die Ecke. Die Schritte für den Tag haben wir jetzt bereits voll. Am Schlüsselkasten den PIN eingegeben , ein Türchen springt auf und dahinter liegt der Schlüssel für unser Cabriolet.
Das Auto ist mit Beulen und Schrammen übersät, in der App wird aber nur die Hälfte als Beschädigungen angezeigt. Also renne ich im Halbdunkel des Parkhauses um das Auto und dokumentiere die fehlenden Beschädigungen. Ich hoffe, dass ich alle entdeckt habe. Unsere Koffer passen einigermaßen in den Kofferraum, ein Koffer darf bei uns auf der Rückbank mitfahren. Dach geöffnet und los geht es nach Castellón. Es sind ca. 300 Kilometer, die wir natürlich komplett offen fahren. Ein kurzer Halt am Supermarkt, um Wasser zu kaufen, zehn Minuten später ein weiterer Halt, um in den Koffern die Sonnencreme und die Basecaps zu suchen. Ist doch noch ganz schon warm.
Wir finden direkt vor dem Hotel einen kostenfreien Parkplatz. Wir laden die Koffer aus, und gehen erst einmal duschen. Jetzt wollen wir noch Essen gehen. Die meisten Restaurants machen erst um 20:30 Uhr auf, was uns, wir sind um 3:30 Uhr aufgestanden, natürlich zu spät ist. Also gehen wir zum Supermarkt, kaufen ein leckeres Brot und Iberischen Schinken, frisch vom Schweinebein geschnitten. Als Nachtisch gibt es noch Pastéis de Nata. Kommen zwar aus Portugal, ist aber auch nicht so weit entfernt.
Wir machen es uns auf dem Balkon gemütlich und essen das Brot mit den sau-leckeren Schinken.
Vor Sonnenuntergang liegen wir im Bett. Morgen geht es dann zur Höhle Sant Josep.