Haben heute tatsächlich ausgeschlafen. Unsere große Tour beginnt ja auch erst um 11:00 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns, dass der Wetterbericht mal wieder richtig liegt. Regen. Egal, werden schon das Beste aus dem Tag machen bzw. lassen machen.

Schatzi fährt runter zur Lobby und holt uns Kaffee und für sich französische Schokobrötchen. Ich esse das Brot vom Vortag. Kurz vor 11:00 Uhr fahren wir herunter in die Lobby und melden uns zu unserem Ausflug an. Der Bus mit dem Leisereiter kommt pünktlich und holt uns ab.

Als erstes fahren wir in der Umgebung an den Fällen herum. Der Fahrer erzählt dabei allerlei interessante Dinge über den Ort und die Fälle. Besonders stellt er das gute Verhältnis zwischen Kanada und den USA heraus, die sich bis jetzt in allen gemeinsamen Angelegenheiten einigen konnten. Besonders witzig stellt sich die Tatsache dar, dass es zwei Schiffsfahrten zu den Fällen gibt: Eine von Kanada aus, die andere auf der anderen Seite von den USA. Die Fahrten von Kanada macht eine amerikanische Firma (mit dieser haben wir bereits unsere Fahrt nach Alcatraz vor einem Jahr gemacht), die Schiffe auf der amerikanischen Seite betreibt eine kanadische Firma. Die Insel zwischen den beiden Fällen hat Kanada den Amerikanern geschenkt. Laut Aussage des Führers, damit die Amerikaner, ohne nach Kanada einreisen zu müssen, den kanadischen Fall sehen können. Als Auflage gab es nur, dass dort ein National Park entsteht und es dürfen keine Hotels auf der Insel gebaut werden.

Jetzt geht es zu Journey Behind the Falls. Da wir als Gruppe kommen, sehen wir auch den Zeichentrickfilm zur Entstehung der Fälle (könnten die Zeichner von Ice Age gemacht haben) und anschließend ein 4D Kinoerlebnis über die Fälle. Anschließend geht es mit dem Fahrstuhl zu den Aussichtsplattformen. Diese befinden sich ganz unten bei dem Kanadischen Wasserfall. Zusätzlich gibt es noch hinter dem Fall ein Tunnelsystem, durch das wir hinter den Fall laufen können und auf das Wasser schauen.

Niagara Falls | Tunnel hinter dem Wasserfall
Niagara Falls | Tunnel hinter dem Kanadischen Fall

Auf den Plattformen kommen wir ganz dicht an den Fall heran. Sehr beeindruckend. Muss jeder, der die Fälle besucht, unbedingt machen. In unseren Augen ein absolutes Muss.

Niagara Falls | Journey Behind the Falls
Niagara Falls | Journey Behind the Falls

Nach diesem Erlebnis geht die Fahrt zum Skylon Tower. Dies ist ein Turm mit Aussichtsplattform. Finden wir jetzt nicht ganz so interessant, da der Blick aus unserem Hotelzimmer schon gigantisch ist und der Tower auch weiter von den Fällen entfernt ist als unser Hotel. Ohne großes Anstehen kommen wir auf die Plattform. Hier oben ist so windig, dass wir fast wegfliegen. Trotz des schlechten Wetters erschließen sich uns schöne Blicke auf beide Fälle. Total durchgefroren gehen wir zurück zum Bus.

Niagara Falls | Kanadischer Fall vom Skylon Tower

Jetzt gibt es erstmal eine Essenspause. Dafür fahrt der Bus zu einem „Essenscenter“. Das Essen sieht hier schlimmer aus, als in den USA. Wir essen jeder ein Stück Pizza und warten dann auf die Weiterfahrt. Wir schauen uns noch den angeschlossenen Souvenirshop an und kaufen: Nichts. Fast wie das Essen.

Jetzt geht es zum Whirpool. Hier macht der Niagara River einen 90° Knick. Es hat sich eine Art kleiner See gebildet. Das Wasser kommt hier an, geht gegen den Uhrzeigersinn um den See, sinkt auf 175 ft ab und fließt dann unterhalb des ankommenden Wassers ab. Sehr gefährlich. Für Menschen keine Überlebenschancen. Also, hier oder davor nicht in das Wasser fallen. Schwer zu beschreiben. Es ist eine Stromschnelle der Kategoerie 6 (nicht befahrbar). Nebenbei erzählt uns unser Reiseleiter noch, dass ständig ¼ des Wassers vor den Fällen für die Stromerzeugung abgeleitet wird. Nachts wird die Menge auf ½ erhöht. Dies hat zur Folge, dass der Wasserstand des Flusses um ca. 2 Meter sinkt und sich der Wirbel umkehrt. Dies wird allerding nur nachts gemacht, damit die Touristen am Tage die ganze Schönheit der Fälle genießen können. Auch nicht schlecht.

Niagara Falls | Whirpool

Bevor wir die Schifffahrt machen geht es noch schnell zur Hydroelectric Power Station, die wir von außen bewundern können. Jetzt geht es endlich zur Schiffsfahrt. Allerdings hat der Regen stark zugenommen. Wir bekommen unsere Regenponchos und warten auf das Schiff. Als es anlegt, sind wir bereits vollkommen durchgeweicht. Auf dem Schiff gibt es nur Stehplätze (750). So groß sieht es eigentlich gar nicht aus. Zuerst geht es zum amerikanischen Fall. Dieser ist nicht ganz so beeindruckend, da er nur ca. 10 Prozent des Wassers abbekommt. Die anderen 90 Prozent gehen auf der kanadischen Seite über die Kante. Jetzt geht die Fahrt weiter zum kanadischen Fall. Nicht nur, dass das Wasser von oben kommt, jetzt kommt es auch noch von der Seite. Wenn wir dachten wir sind nass, so war das falsch gedacht. JETZT sind wir nass. Bilder oder Video machen ist fast unmöglich. Ständig ist Wasser auf der Linse. Ich probiere es trotzdem. Erschwerend kommt noch hinzu, dass dies fast die letzte Fahrt des Tages ist. Dementsprechend dunkel ist es auch schon.

Niagara Falls | Amerikanischer Fall
Niagara Falls | Kanadischer Fall
Niagara Falls | Amerikanische Fälle

Völlig durchnässt gehen wir zum Bus zurück. Auf der Fahrt zum Hotel gibt es noch eine letzte Information. Die Amerikaner denken darüber nach, ihren Fall in diesem Jahr abzuschalten um die Erosion, die ständig stattfindet, rückgängig zu machen. In jedem Jahr geht ca. 1 Meter Kante verloren. Auf der kanadischen Seite ist dies nicht möglich, da es zu viel Wasser ist und ein Aufstauen die vor dem Fall liegenden Städte überfluten würde.

Wir kommen mit viel neuem Wissen am Hotel an. Viele Informationen gab es den ganzen Tag über. Schön wäre noch gewesen, wenn das Wetter etwas besser mitgespielt hätte. Macht aber nichts, war trotzdem super. Obwohl wir von solchen geführten Touren nicht allzu viel halten, war diese jedoch ganz toll. Viel hängt wahrscheinlich auch am Leisereiter. Unser hat von uns jedenfalls gut Tip bekommen.

Jetzt heißt es aber schnell ins Zimmer und duschen. Schatzi hat als Ausklang für den Abend einen Tisch im Hotelrestaurant bestellt.

Niagara Falls | Jeannette & Dirk im Hotel

Kurz nachdem wir uns an unseren Tisch gesetzt haben, gehe ich noch einmal ins Zimmer und hole eine Jacke. Im Restaurant sind nicht mehr als 18 °C. Nachdem wir schon den ganzen Tag leicht gefroren haben, ist mir dies dann doch zu kalt.

Wir trinken einen Wein und wählen das Drei-Gänge-Menü. Als Vorspeise Shrimps, Hauptgericht Steak und als Dessert gibt es Cheesecake. Alles sehr lecker und ein perfekter Ausklang des Tages.

Der Wetterbericht sieht für morgen leider das gleiche Wetter vor. Sollte es wirklich so kommen, werden wir dann wohl einen Shoppingtag einlegen.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Haben heute tatsächlich ausgeschlafen. Unsere große Tour beginnt ja auch erst um 11:00 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns, dass der Wetterbericht mal wieder richtig liegt. Regen. Egal, werden schon das Beste aus dem Tag machen bzw. lassen machen.

Schatzi fährt runter zur Lobby und holt uns Kaffee und für sich französische Schokobrötchen. Ich esse das Brot vom Vortag. Kurz vor 11:00 Uhr fahren wir herunter in die Lobby und melden uns zu unserem Ausflug an. Der Bus mit dem Leisereiter kommt pünktlich und holt uns ab.

Als erstes fahren wir in der Umgebung an den Fällen herum. Der Fahrer erzählt dabei allerlei interessante Dinge über den Ort und die Fälle. Besonders stellt er das gute Verhältnis zwischen Kanada und den USA heraus, die sich bis jetzt in allen gemeinsamen Angelegenheiten einigen konnten. Besonders witzig stellt sich die Tatsache dar, dass es zwei Schiffsfahrten zu den Fällen gibt: Eine von Kanada aus, die andere auf der anderen Seite von den USA. Die Fahrten von Kanada macht eine amerikanische Firma (mit dieser haben wir bereits unsere Fahrt nach Alcatraz vor einem Jahr gemacht), die Schiffe auf der amerikanischen Seite betreibt eine kanadische Firma. Die Insel zwischen den beiden Fällen hat Kanada den Amerikanern geschenkt. Laut Aussage des Führers, damit die Amerikaner, ohne nach Kanada einreisen zu müssen, den kanadischen Fall sehen können. Als Auflage gab es nur, dass dort ein National Park entsteht und es dürfen keine Hotels auf der Insel gebaut werden.

Jetzt geht es zu Journey Behind the Falls. Da wir als Gruppe kommen, sehen wir auch den Zeichentrickfilm zur Entstehung der Fälle (könnten die Zeichner von Ice Age gemacht haben) und anschließend ein 4D Kinoerlebnis über die Fälle. Anschließend geht es mit dem Fahrstuhl zu den Aussichtsplattformen. Diese befinden sich ganz unten bei dem Kanadischen Wasserfall. Zusätzlich gibt es noch hinter dem Fall ein Tunnelsystem, durch das wir hinter den Fall laufen können und auf das Wasser schauen.

Niagara Falls | Tunnel hinter dem Wasserfall
Niagara Falls | Tunnel hinter dem Kanadischen Fall

Auf den Plattformen kommen wir ganz dicht an den Fall heran. Sehr beeindruckend. Muss jeder, der die Fälle besucht, unbedingt machen. In unseren Augen ein absolutes Muss.

Niagara Falls | Journey Behind the Falls
Niagara Falls | Journey Behind the Falls

Nach diesem Erlebnis geht die Fahrt zum Skylon Tower. Dies ist ein Turm mit Aussichtsplattform. Finden wir jetzt nicht ganz so interessant, da der Blick aus unserem Hotelzimmer schon gigantisch ist und der Tower auch weiter von den Fällen entfernt ist als unser Hotel. Ohne großes Anstehen kommen wir auf die Plattform. Hier oben ist so windig, dass wir fast wegfliegen. Trotz des schlechten Wetters erschließen sich uns schöne Blicke auf beide Fälle. Total durchgefroren gehen wir zurück zum Bus.

Niagara Falls | Kanadischer Fall vom Skylon Tower

Jetzt gibt es erstmal eine Essenspause. Dafür fahrt der Bus zu einem „Essenscenter“. Das Essen sieht hier schlimmer aus, als in den USA. Wir essen jeder ein Stück Pizza und warten dann auf die Weiterfahrt. Wir schauen uns noch den angeschlossenen Souvenirshop an und kaufen: Nichts. Fast wie das Essen.

Jetzt geht es zum Whirpool. Hier macht der Niagara River einen 90° Knick. Es hat sich eine Art kleiner See gebildet. Das Wasser kommt hier an, geht gegen den Uhrzeigersinn um den See, sinkt auf 175 ft ab und fließt dann unterhalb des ankommenden Wassers ab. Sehr gefährlich. Für Menschen keine Überlebenschancen. Also, hier oder davor nicht in das Wasser fallen. Schwer zu beschreiben. Es ist eine Stromschnelle der Kategoerie 6 (nicht befahrbar). Nebenbei erzählt uns unser Reiseleiter noch, dass ständig ¼ des Wassers vor den Fällen für die Stromerzeugung abgeleitet wird. Nachts wird die Menge auf ½ erhöht. Dies hat zur Folge, dass der Wasserstand des Flusses um ca. 2 Meter sinkt und sich der Wirbel umkehrt. Dies wird allerding nur nachts gemacht, damit die Touristen am Tage die ganze Schönheit der Fälle genießen können. Auch nicht schlecht.

Niagara Falls | Whirpool

Bevor wir die Schifffahrt machen geht es noch schnell zur Hydroelectric Power Station, die wir von außen bewundern können. Jetzt geht es endlich zur Schiffsfahrt. Allerdings hat der Regen stark zugenommen. Wir bekommen unsere Regenponchos und warten auf das Schiff. Als es anlegt, sind wir bereits vollkommen durchgeweicht. Auf dem Schiff gibt es nur Stehplätze (750). So groß sieht es eigentlich gar nicht aus. Zuerst geht es zum amerikanischen Fall. Dieser ist nicht ganz so beeindruckend, da er nur ca. 10 Prozent des Wassers abbekommt. Die anderen 90 Prozent gehen auf der kanadischen Seite über die Kante. Jetzt geht die Fahrt weiter zum kanadischen Fall. Nicht nur, dass das Wasser von oben kommt, jetzt kommt es auch noch von der Seite. Wenn wir dachten wir sind nass, so war das falsch gedacht. JETZT sind wir nass. Bilder oder Video machen ist fast unmöglich. Ständig ist Wasser auf der Linse. Ich probiere es trotzdem. Erschwerend kommt noch hinzu, dass dies fast die letzte Fahrt des Tages ist. Dementsprechend dunkel ist es auch schon.

Niagara Falls | Amerikanischer Fall
Niagara Falls | Kanadischer Fall
Niagara Falls | Amerikanische Fälle

Völlig durchnässt gehen wir zum Bus zurück. Auf der Fahrt zum Hotel gibt es noch eine letzte Information. Die Amerikaner denken darüber nach, ihren Fall in diesem Jahr abzuschalten um die Erosion, die ständig stattfindet, rückgängig zu machen. In jedem Jahr geht ca. 1 Meter Kante verloren. Auf der kanadischen Seite ist dies nicht möglich, da es zu viel Wasser ist und ein Aufstauen die vor dem Fall liegenden Städte überfluten würde.

Wir kommen mit viel neuem Wissen am Hotel an. Viele Informationen gab es den ganzen Tag über. Schön wäre noch gewesen, wenn das Wetter etwas besser mitgespielt hätte. Macht aber nichts, war trotzdem super. Obwohl wir von solchen geführten Touren nicht allzu viel halten, war diese jedoch ganz toll. Viel hängt wahrscheinlich auch am Leisereiter. Unser hat von uns jedenfalls gut Tip bekommen.

Jetzt heißt es aber schnell ins Zimmer und duschen. Schatzi hat als Ausklang für den Abend einen Tisch im Hotelrestaurant bestellt.

Niagara Falls | Jeannette & Dirk im Hotel

Kurz nachdem wir uns an unseren Tisch gesetzt haben, gehe ich noch einmal ins Zimmer und hole eine Jacke. Im Restaurant sind nicht mehr als 18 °C. Nachdem wir schon den ganzen Tag leicht gefroren haben, ist mir dies dann doch zu kalt.

Wir trinken einen Wein und wählen das Drei-Gänge-Menü. Als Vorspeise Shrimps, Hauptgericht Steak und als Dessert gibt es Cheesecake. Alles sehr lecker und ein perfekter Ausklang des Tages.

Der Wetterbericht sieht für morgen leider das gleiche Wetter vor. Sollte es wirklich so kommen, werden wir dann wohl einen Shoppingtag einlegen.