Um 5:50 Uhr klopft es zaghaft an unserer Eingangstür. Peter steht als Taxifahrer verkleidet vor der Tür und möchte uns unbedingt zum Flughafen bringen. Nochmals vielen Dank für den frühmorgendlichen Transfer. Freunde sind halt zu allem bereit.

Wir kommen um 6:30 Uhr in Tegel an und können auch gleich ohne Probleme einchecken. Der Flug nach München verläuft ereignislos und so landen wir pünktlich.

Nach dieser Strapaze macht sich der kleine Hunger bemerkbar und so wird erst einmal für kleines Geld gefrühstückt (Ein Bistro in einem Flughafen muss eine Lizenz zum Gelddrucken sein). Egal, ist ja Urlaub. Dies werden sich die Inhaber auch denken.

Auf dem Weg zum Duty-Free-Shop stellt sich bei mir etwas Verwunderung ein. Meine Wanderschuhe laufen sich sehr komisch (im Sinne von seltsam). Ein Blick auf die Sohlen klärt dieses Verhalten: Beide Sohlen haben sich vom Schuh gelöst und hängen am seidenen Faden. Beim zweiten Blick stelle ich fest, dass ich die alten Wanderschuhe anhabe. Dort hatte sich die Sohle bereits einmal gelöst und wurden vom Schumacher, mit dem Hinweis, dass es wahrscheinlich nicht lange halten werde, angeklebt. Also kurzerhand die letzten Fäden entfernt und Sohlen weggeworfen. Zum Glück hat mein Schatz noch ein Paar leichte Schuhe für mich im Handgepäck, so dass ich diese anziehen kann. Der Rest der Schuhe wandert also auch in den Mülleimer.

Beim Shoppen gibt es einen Vorgeschmack auf USA: Wir bekommen den ersten Rabattcoupon. Satte 15% Ersparnis auf den Einkauf. Mein Schatz lässt sich auch nicht lange bitte und ersteht ein neues Parfüm (hatte extra keins eingepackt).

Nun fahren wir, nach einem 10-minütigen Fußweg, mit der Bahn zu unserem Terminal. Hier haben wir jetzt knappe drei Stunden Aufenthalt, bevor es nach New York weitergeht. Hier ist Zeit, mit dem ersten Blogeintrag zu beginnen. Wir haben uns entschlossen, wieder ein Reisetagebuch zu führen. Es gab beim letzten Tagebuch USA 2015 von der Familie und den Freunden nur positives Feedback, so dass uns die Entscheidung leichtgefallen ist. Das Tagebuch der letzten Reise liegt zu Hause bereits in gedruckter Form vor. Es macht immer wieder Spaß, die einzelnen Tage nachzulesen und sich zu erinnern.

Wir sitzen im Flugzeug wieder auf unseren gewohnten XXL-Sitzen. Der Abstand zum Vordersitz ist wirklich gigantisch. Bei LH lohnt sich der Aufpreis für diese Sitze auf jeden Fall. Als Alternative gibt es ja noch die Premium-Economy-Class. Hier ist der Sitzabstand allerdings nicht so groß wie bei unseren Sitzen. Der Aufpreis, für das gleiche Essen (es gibt statt der Frage nach dem Essen eine Menükarte und „richtige“ Gläser), lohnt sich unserer Meinung nach nicht.

Flughafen München | Warten auf den Abflug nach New York.

Der Service an Bord verläuft diesmal etwas holperig. Dies liegt augenscheinlich daran, dass die Hälfte der Besatzung sich in „Ausbildung“ befindet. Hier sind wir von den letzten Flügen besseres gewöhnt. Ist aber auch nicht so schlimm, werden wir nicht so oft gestört.

Pünktlich setzt das Flugzeug in New York auf, allerdings dauert die Fahrt zum Terminal und das Aussteigen über 30 Minuten. Auch bei der Einreise lassen sich alle Zeit. Nachdem wir diese Formalitäten erledigt haben, holen wir die Koffer und fahren mit dem Air-Train zu den Autovermietungen. Wir wollen jetzt endlich unser Mustang-Cabrio haben. Wir erreichen die Büros und hier heißt es jetzt auch wieder erst einmal anstehen. Die ersten Wartenden regen sich bereits auf, da nur ein Schalter offen ist, aber drei Personen dahinter sich die Zeit vertreiben. Schließlich erbarmen sich alle und es werde drei Schalter geöffnet.

Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Es gibt zwar den Mustang Fastback aber kein Cabrio. Der Vermieter hat einfach kein Cabrio. Er stellt aber in Aussicht, dass in Boston am Flughafen evtl. eines verfügbar ist und wir dies dann tauschen könnten. Ich frage mich nur, warum mein Schatzi ein halbes Jahr vorher ein Cabrio reserviert und dies dann zum Abholtermin nicht da ist. Verstehe einer die Autovermietungen. Egal, nehmen erst einmal den Fastback. 317 PS sind es auf jeden Fall, leider nur mit festem Dach.

Koffer passen erstaunlich gut in den Kofferraum. Amerikanische Autos sind immer noch größer als europäische. Jetzt geht es direkt zu unserem ersten Ziel: Dem Providence WaterFire Festival. Für die 180 Meilen brauchen wir über drei Stunden. Die 300 PS nutzen leider nichts bei einem Speedlimit von maximal 65 Meilen.

Zuerst zum Hotel. Zimmer ist wie immer sehr amerikanisch. Kurz noch frischgemacht. Das Festival ist nur zehn Minuten vom Hotel entfernt. Da hat Schatzi wieder ganze Arbeit geleistet. Als erstes sehen wir die Hauptbühne. Hier gibt die Band die Hits der 80er Jahre zum Besten. Klingt wirklich gut und wir hören eine halbe Stunde zu bevor es zu dem beleuchtetet Fluss geht.

Providence | Musikbühne auf dem Festgelände beim Rhode Island State House

Auch hier machen die Veranstalter alles richtig. In dem Gewässer sind Feuerschalen aufgestellt, die mit Holz befeuert werden. Gleichzeitig kann mit Booten und Gondeln der Fluss befahren werden.

Providence | Waterplace Park

Nach einer Stunde machen wir uns auf den Rückweg ins Hotel und fallen total erschöpft ins Bett.

Morgen geht es dann nach Newport.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Um 5:50 Uhr klopft es zaghaft an unserer Eingangstür. Peter steht als Taxifahrer verkleidet vor der Tür und möchte uns unbedingt zum Flughafen bringen. Nochmals vielen Dank für den frühmorgendlichen Transfer. Freunde sind halt zu allem bereit.

Wir kommen um 6:30 Uhr in Tegel an und können auch gleich ohne Probleme einchecken. Der Flug nach München verläuft ereignislos und so landen wir pünktlich.

Nach dieser Strapaze macht sich der kleine Hunger bemerkbar und so wird erst einmal für kleines Geld gefrühstückt (Ein Bistro in einem Flughafen muss eine Lizenz zum Gelddrucken sein). Egal, ist ja Urlaub. Dies werden sich die Inhaber auch denken.

Auf dem Weg zum Duty-Free-Shop stellt sich bei mir etwas Verwunderung ein. Meine Wanderschuhe laufen sich sehr komisch (im Sinne von seltsam). Ein Blick auf die Sohlen klärt dieses Verhalten: Beide Sohlen haben sich vom Schuh gelöst und hängen am seidenen Faden. Beim zweiten Blick stelle ich fest, dass ich die alten Wanderschuhe anhabe. Dort hatte sich die Sohle bereits einmal gelöst und wurden vom Schumacher, mit dem Hinweis, dass es wahrscheinlich nicht lange halten werde, angeklebt. Also kurzerhand die letzten Fäden entfernt und Sohlen weggeworfen. Zum Glück hat mein Schatz noch ein Paar leichte Schuhe für mich im Handgepäck, so dass ich diese anziehen kann. Der Rest der Schuhe wandert also auch in den Mülleimer.

Beim Shoppen gibt es einen Vorgeschmack auf USA: Wir bekommen den ersten Rabattcoupon. Satte 15% Ersparnis auf den Einkauf. Mein Schatz lässt sich auch nicht lange bitte und ersteht ein neues Parfüm (hatte extra keins eingepackt).

Nun fahren wir, nach einem 10-minütigen Fußweg, mit der Bahn zu unserem Terminal. Hier haben wir jetzt knappe drei Stunden Aufenthalt, bevor es nach New York weitergeht. Hier ist Zeit, mit dem ersten Blogeintrag zu beginnen. Wir haben uns entschlossen, wieder ein Reisetagebuch zu führen. Es gab beim letzten Tagebuch USA 2015 von der Familie und den Freunden nur positives Feedback, so dass uns die Entscheidung leichtgefallen ist. Das Tagebuch der letzten Reise liegt zu Hause bereits in gedruckter Form vor. Es macht immer wieder Spaß, die einzelnen Tage nachzulesen und sich zu erinnern.

Wir sitzen im Flugzeug wieder auf unseren gewohnten XXL-Sitzen. Der Abstand zum Vordersitz ist wirklich gigantisch. Bei LH lohnt sich der Aufpreis für diese Sitze auf jeden Fall. Als Alternative gibt es ja noch die Premium-Economy-Class. Hier ist der Sitzabstand allerdings nicht so groß wie bei unseren Sitzen. Der Aufpreis, für das gleiche Essen (es gibt statt der Frage nach dem Essen eine Menükarte und „richtige“ Gläser), lohnt sich unserer Meinung nach nicht.

Flughafen München | Warten auf den Abflug nach New York.

Der Service an Bord verläuft diesmal etwas holperig. Dies liegt augenscheinlich daran, dass die Hälfte der Besatzung sich in „Ausbildung“ befindet. Hier sind wir von den letzten Flügen besseres gewöhnt. Ist aber auch nicht so schlimm, werden wir nicht so oft gestört.

Pünktlich setzt das Flugzeug in New York auf, allerdings dauert die Fahrt zum Terminal und das Aussteigen über 30 Minuten. Auch bei der Einreise lassen sich alle Zeit. Nachdem wir diese Formalitäten erledigt haben, holen wir die Koffer und fahren mit dem Air-Train zu den Autovermietungen. Wir wollen jetzt endlich unser Mustang-Cabrio haben. Wir erreichen die Büros und hier heißt es jetzt auch wieder erst einmal anstehen. Die ersten Wartenden regen sich bereits auf, da nur ein Schalter offen ist, aber drei Personen dahinter sich die Zeit vertreiben. Schließlich erbarmen sich alle und es werde drei Schalter geöffnet.

Die Enttäuschung folgt auf dem Fuß. Es gibt zwar den Mustang Fastback aber kein Cabrio. Der Vermieter hat einfach kein Cabrio. Er stellt aber in Aussicht, dass in Boston am Flughafen evtl. eines verfügbar ist und wir dies dann tauschen könnten. Ich frage mich nur, warum mein Schatzi ein halbes Jahr vorher ein Cabrio reserviert und dies dann zum Abholtermin nicht da ist. Verstehe einer die Autovermietungen. Egal, nehmen erst einmal den Fastback. 317 PS sind es auf jeden Fall, leider nur mit festem Dach.

Koffer passen erstaunlich gut in den Kofferraum. Amerikanische Autos sind immer noch größer als europäische. Jetzt geht es direkt zu unserem ersten Ziel: Dem Providence WaterFire Festival. Für die 180 Meilen brauchen wir über drei Stunden. Die 300 PS nutzen leider nichts bei einem Speedlimit von maximal 65 Meilen.

Zuerst zum Hotel. Zimmer ist wie immer sehr amerikanisch. Kurz noch frischgemacht. Das Festival ist nur zehn Minuten vom Hotel entfernt. Da hat Schatzi wieder ganze Arbeit geleistet. Als erstes sehen wir die Hauptbühne. Hier gibt die Band die Hits der 80er Jahre zum Besten. Klingt wirklich gut und wir hören eine halbe Stunde zu bevor es zu dem beleuchtetet Fluss geht.

Providence | Musikbühne auf dem Festgelände beim Rhode Island State House

Auch hier machen die Veranstalter alles richtig. In dem Gewässer sind Feuerschalen aufgestellt, die mit Holz befeuert werden. Gleichzeitig kann mit Booten und Gondeln der Fluss befahren werden.

Providence | Waterplace Park

Nach einer Stunde machen wir uns auf den Rückweg ins Hotel und fallen total erschöpft ins Bett.

Morgen geht es dann nach Newport.