Den heutigen Morgen können wir etwas ruhiger angehen lassen. Den ersten Termin haben wir um 11:00 Uhr an der Crystal Cave. Also wird heute ausgiebig und in Ruhe gefrühstückt. Da Jeannette ein Hotel nahe des Eingangs ausgesucht hat, haben wir es zum Sequoia National Park nicht allzu weit. Auf dem Weg zur Tropfsteinhöhle liegen noch die Aussichtspunkte Tunnel Rock und Amphitheater Point Overlook. Hier habe ich die natürlich die Natur für die Nachwelt auf Speicherkarte gebannt.

Um zur Cave zu kommen, müssen wir den Generals Highway verlassen und eine schmale Straße entlang fahren. Wir benötigen ca. ½ Stunde für diesen Weg. Ich dachte, wir wären die ersten am Parkplatz, da wir doch etwas früh dran sind, aber es stehen schon ca. zehn Autos auf dem Parkplatz. Die Gruppe scheint dann wohl doch etwas größer zu sein.

Als erstes verstauen wir alle essbaren Sachen in bärensicheren Containern, die auf dem ganzen Parkplatz verteilt stehen. Es ist in den Nationalparks, in denen Bären wohnen, Vorschrift, alle essbaren Sachen in diesen Containern zu verstauen. Tut man dies nicht, so besteht die Gefahr, dass die Bären das Auto aufbrechen um an die Lebensmittel zu kommen. Sieht ein Ranger einen abgestellten Wagen, in denen sich Lebensmitteln befinden, so wird dieser, zum Schutz der Bären, abgeschleppt, da die Bären möglicherweise sonst zum Schutz der Menschen erschossen werden müssen.

Sequoia National Park | Eingang zur Crystal Cave

Jetzt gesellen wir uns zu den anderen Wartenden und lassen uns zusammen von den reichlich vorhandenen Mücken stechen. Hier entdeckt Jeannette wieder ihr Lieblingsschild: Klapperschlangen.

Sequoia National Park | Beware of Rattlesnakes

Bevor wir den Weg zur Höhle antreten können, werden noch unsere Schuhe desinfiziert. Dies soll verhindern, dass Keime aus anderen Gebieten in die Höhle getragen werden. Am Vortag hat die Rangerin Jeannette einen ellenlangen Vortrag gehalten, wie steil doch der Abstieg zur Höhle sei und die Wege teils unbefestigt wären. Nun ja, was soll ich sagen? Der Weg erinnert mich an eine Forstautobahn und sehr steil ist er auch nicht. Eventuell wollen sie keine Besucher in der Höhle und der Vortrag soll nur abschrecken? Egal, an der Höhle angekommen nimmt uns „unser“ Guide in Empfang. Hier hören wir zum dritten Mal die Verhaltensregeln für den Besuch der Höhle: Leise sein, nichts anfassen, da das Öl von den Händen das Wachstum der Tropfsteine verhindert, nichts abbrechen und mitnehmen und noch einige weitere Selbstverständlichkeiten.

Jetzt geht es endlich los. Wir laufen bis zum Eingang, der noch durch ein Gitter in Spinnenform verschlossen ist. Dieses Gitter wurde bereits 1940 installiert, um ungebetene Besucher fernzuhalten.

Sequoia National Park | Spider Web am Eingang zur Crystal Cave

Da wir ja bezahlt haben, geht das Tor für uns auf. Jetzt betreten wir die Höhle und der Guide schaltet die ersten Lichter ein. Wow. Was für ein Anblick.

Sequoia National Park | Tropfsteine in der Crystal Cave

In der Höhle ist es *rsch kalt. Zum Glück haben wir unsere langen Hosen und unsere Schafjacken an. Die Stirnlampen sind bei diesen Lichtverhältnissen auch kein rausgeschmissenes Geld. Der Guide läuft vorne her, die Besucher dahinter. Ich habe jede Menge Zeit Fotos zu machen. In den großen Räumen wartet der Guide bis alle sich versammelt haben und macht den Erklärbär. In der größten Höhle des Cave wartet der Guide wieder und als sich alle versammelt haben, wird das Licht ausgemacht. Wie nicht anders zu erwarten war, ist es hier wirklich stockdunkel. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn zwischen offenen und geschlossenen Augen kein Unterschied feststellbar ist. Für einige Sekunden ist es auch ganz ruhig. Nur einige können nicht ohne Geräusche auskommen. Bei kleinen Babys verstehe ich es, bei allen anderen aber nicht. Trotzdem ein beeindruckender Moment.

Sequoia National Park | Tropfsteine in der Crystal Cave

Dies war auch die letzte Station der Höhlenreise und wir sollen zum Ein-/Ausgang zurückgehen. Wir lassen uns dabei so viel Zeit, das der Guide ganz aufgeregt zurückkommt und um Eile bittet: Die nächste Gruppe wartet schon.

Noch ganz benommen von den Eindrücken machen wir uns an den Aufstieg. Am Auto angekommen holen wir unsere Lebensmittel aus dem „Bärencontainer“ und verstauen sie wieder im Auto. Schade für den Bären, unsere Cookies würden ihm bestimmt auch schmecken.

Unsere nächste Station ist der Giant Forest Museum Parkplatz. Hier stehen die großen Sequoien. Von hier nehmen wir erst einmal das Shuttle zum Moro Rock. Nach einem kurzen aber steilen Aufstieg, haben wir einen wunderbaren Blick in den Sequoia NP.

Sequoia National Park | Moro Rock
Sequoia National Park | Blick vom Moro Rock

Danach wieder mit dem Bus zurück und direkt in den nächsten umgestiegen, der uns zu den ganz großen Bäumen bringt. Hier laufen wir den Big Trees Trail. Dieser kurze Rundweg führt am Tunnel Tree und Black Bear Tree vorbei.

Sequoia National Park | Sequoia im Gegenlicht

Wir laufen weiter zum General Sherman Tree. Hier befindet sich gerade ein Ranger und erklärt die großen Bäume. Wie sie geboren werden, aufwachsen und auch warum sie sterben. Sehr interessant. Mit uns hören noch ca. 15 Interessierte zu. Der Rest (die Mehrzahl) will nur ein Foto von sich und dem Baum. Wir stellen noch einige Fragen, die er auch alle beantwortet. Nach dem Vortrag laufen wir noch ein bisschen rum und machen unsere Fotos von dem großen Baum. Der General Sherman Tree ist nicht der höchste oder älteste Baum und auch nicht der mit dem größten Umfang. Er ist aber der, mit dem größten Volumen.

Sequoia National Park | General Sherman

Nach dem es jetzt schon ziemlich spät ist, verlassen wir den Park über den Kings Canyon, halten noch an einigen Overlooks an und machen Fotos und fahren zu unserem Hotel in Fresno. Morgen geht es dann weiter zum Yosemite National Park. Hier warten auch erst einmal große Bäume auf uns, bevor es dann in den alpinen Teil des Parks geht.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Den heutigen Morgen können wir etwas ruhiger angehen lassen. Den ersten Termin haben wir um 11:00 Uhr an der Crystal Cave. Also wird heute ausgiebig und in Ruhe gefrühstückt. Da Jeannette ein Hotel nahe des Eingangs ausgesucht hat, haben wir es zum Sequoia National Park nicht allzu weit. Auf dem Weg zur Tropfsteinhöhle liegen noch die Aussichtspunkte Tunnel Rock und Amphitheater Point Overlook. Hier habe ich die natürlich die Natur für die Nachwelt auf Speicherkarte gebannt.

Um zur Cave zu kommen, müssen wir den Generals Highway verlassen und eine schmale Straße entlang fahren. Wir benötigen ca. ½ Stunde für diesen Weg. Ich dachte, wir wären die ersten am Parkplatz, da wir doch etwas früh dran sind, aber es stehen schon ca. zehn Autos auf dem Parkplatz. Die Gruppe scheint dann wohl doch etwas größer zu sein.

Als erstes verstauen wir alle essbaren Sachen in bärensicheren Containern, die auf dem ganzen Parkplatz verteilt stehen. Es ist in den Nationalparks, in denen Bären wohnen, Vorschrift, alle essbaren Sachen in diesen Containern zu verstauen. Tut man dies nicht, so besteht die Gefahr, dass die Bären das Auto aufbrechen um an die Lebensmittel zu kommen. Sieht ein Ranger einen abgestellten Wagen, in denen sich Lebensmitteln befinden, so wird dieser, zum Schutz der Bären, abgeschleppt, da die Bären möglicherweise sonst zum Schutz der Menschen erschossen werden müssen.

Sequoia National Park | Eingang zur Crystal Cave

Jetzt gesellen wir uns zu den anderen Wartenden und lassen uns zusammen von den reichlich vorhandenen Mücken stechen. Hier entdeckt Jeannette wieder ihr Lieblingsschild: Klapperschlangen.

Sequoia National Park | Beware of Rattlesnakes

Bevor wir den Weg zur Höhle antreten können, werden noch unsere Schuhe desinfiziert. Dies soll verhindern, dass Keime aus anderen Gebieten in die Höhle getragen werden. Am Vortag hat die Rangerin Jeannette einen ellenlangen Vortrag gehalten, wie steil doch der Abstieg zur Höhle sei und die Wege teils unbefestigt wären. Nun ja, was soll ich sagen? Der Weg erinnert mich an eine Forstautobahn und sehr steil ist er auch nicht. Eventuell wollen sie keine Besucher in der Höhle und der Vortrag soll nur abschrecken? Egal, an der Höhle angekommen nimmt uns „unser“ Guide in Empfang. Hier hören wir zum dritten Mal die Verhaltensregeln für den Besuch der Höhle: Leise sein, nichts anfassen, da das Öl von den Händen das Wachstum der Tropfsteine verhindert, nichts abbrechen und mitnehmen und noch einige weitere Selbstverständlichkeiten.

Jetzt geht es endlich los. Wir laufen bis zum Eingang, der noch durch ein Gitter in Spinnenform verschlossen ist. Dieses Gitter wurde bereits 1940 installiert, um ungebetene Besucher fernzuhalten.

Sequoia National Park | Spider Web am Eingang zur Crystal Cave

Da wir ja bezahlt haben, geht das Tor für uns auf. Jetzt betreten wir die Höhle und der Guide schaltet die ersten Lichter ein. Wow. Was für ein Anblick.

Sequoia National Park | Tropfsteine in der Crystal Cave

In der Höhle ist es *rsch kalt. Zum Glück haben wir unsere langen Hosen und unsere Schafjacken an. Die Stirnlampen sind bei diesen Lichtverhältnissen auch kein rausgeschmissenes Geld. Der Guide läuft vorne her, die Besucher dahinter. Ich habe jede Menge Zeit Fotos zu machen. In den großen Räumen wartet der Guide bis alle sich versammelt haben und macht den Erklärbär. In der größten Höhle des Cave wartet der Guide wieder und als sich alle versammelt haben, wird das Licht ausgemacht. Wie nicht anders zu erwarten war, ist es hier wirklich stockdunkel. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn zwischen offenen und geschlossenen Augen kein Unterschied feststellbar ist. Für einige Sekunden ist es auch ganz ruhig. Nur einige können nicht ohne Geräusche auskommen. Bei kleinen Babys verstehe ich es, bei allen anderen aber nicht. Trotzdem ein beeindruckender Moment.

Sequoia National Park | Tropfsteine in der Crystal Cave

Dies war auch die letzte Station der Höhlenreise und wir sollen zum Ein-/Ausgang zurückgehen. Wir lassen uns dabei so viel Zeit, das der Guide ganz aufgeregt zurückkommt und um Eile bittet: Die nächste Gruppe wartet schon.

Noch ganz benommen von den Eindrücken machen wir uns an den Aufstieg. Am Auto angekommen holen wir unsere Lebensmittel aus dem „Bärencontainer“ und verstauen sie wieder im Auto. Schade für den Bären, unsere Cookies würden ihm bestimmt auch schmecken.

Unsere nächste Station ist der Giant Forest Museum Parkplatz. Hier stehen die großen Sequoien. Von hier nehmen wir erst einmal das Shuttle zum Moro Rock. Nach einem kurzen aber steilen Aufstieg, haben wir einen wunderbaren Blick in den Sequoia NP.

Sequoia National Park | Moro Rock
Sequoia National Park | Blick vom Moro Rock

Danach wieder mit dem Bus zurück und direkt in den nächsten umgestiegen, der uns zu den ganz großen Bäumen bringt. Hier laufen wir den Big Trees Trail. Dieser kurze Rundweg führt am Tunnel Tree und Black Bear Tree vorbei.

Sequoia National Park | Sequoia im Gegenlicht

Wir laufen weiter zum General Sherman Tree. Hier befindet sich gerade ein Ranger und erklärt die großen Bäume. Wie sie geboren werden, aufwachsen und auch warum sie sterben. Sehr interessant. Mit uns hören noch ca. 15 Interessierte zu. Der Rest (die Mehrzahl) will nur ein Foto von sich und dem Baum. Wir stellen noch einige Fragen, die er auch alle beantwortet. Nach dem Vortrag laufen wir noch ein bisschen rum und machen unsere Fotos von dem großen Baum. Der General Sherman Tree ist nicht der höchste oder älteste Baum und auch nicht der mit dem größten Umfang. Er ist aber der, mit dem größten Volumen.

Sequoia National Park | General Sherman

Nach dem es jetzt schon ziemlich spät ist, verlassen wir den Park über den Kings Canyon, halten noch an einigen Overlooks an und machen Fotos und fahren zu unserem Hotel in Fresno. Morgen geht es dann weiter zum Yosemite National Park. Hier warten auch erst einmal große Bäume auf uns, bevor es dann in den alpinen Teil des Parks geht.