Heute, am letzten Tag in St. Anton, wollen wir noch eine Wanderung unternehmen. Also beim Frühstück die Wanderkarte von links nach rechts und zurück gedreht. Nach dem zweiten Latte Macchiato fällt unsere Wahl auf die Wanderung zur Rendlalpe. Diese soll an einem Wasserfall vorbei führen.

Also machen wir uns wieder wanderfein, packen unsere Rücksäcke, schnappen die Wanderstöcke und nehmen noch ausreichend Wasser mit. Zuerst müssen wir auf die andere Seite der Schnellstraße und überqueren diese auf einer Skibrücke. Die Wanderung beginnt großartig: Sonnenschein und unsere Route ist hier unten auch ausgeschildert: Rendlalpe Weg Nr. 4.

Zuerst geht es einen Forstweg hoch. Nach 10 Minuten kommen wir an einen Abzweig. Und siehe da: Unser Weg ist nicht mehr auf den Schildern. Nach längerem Kartenstudium und unter Zuhilfenahme des GPS glauben wir den richtigen Weg gefunden zu haben. Weiter geht’s den Berg hoch und an der nächsten Abzweigung steht unser Weg wieder dran: Diesmal heißt er „Erzherzog-Eugen-Weg“. Die Ösis haben einen Faibel ihre Touristen zu verwirren. Mal lassen sie den Weg auf den Schildern einfach weg, manchmal werden die Wege einfach nur umbenannt. Entfernungen und Dauer sind auf den Schildern nur in allergrößter Not genannt. Egal, wir gehen mutig weiter.

Der „Erzherzog-Eugen-Weg“ erfreut sich bei den Pilzen größter Beliebtheit. So viele Pilze haben wir am Straßenrand noch nie gesehen.

Erzherzog-Eugen-Weg | Pilz am Wegesrand
Erzherzog-Eugen-Weg | Steinpilz am Wegesrand

Warum der Weg so heißt, ist nirgendwo erklärt, auch das Internet hat mir hier nicht weitergeholfen. Wer es herausfindet kann es für sich behalten oder mir ein Email schreiben. Der Weg führt oberhalb von St. Anton in östliche Richtung das Tal herunter.

Erzherzog-Eugen-Weg | Blick auf Sankt Anton

Hier unterqueren wir die Rendlebahn, die im Winter die Skifahrer auf die Rendlhütte bring. Jetzt im Sommer ist sie nur an zwei Tagen in der Woche in Betrieb. Heute zum Glück nicht. Wir sehen nur die Schneise im Wald, die für den reibungslosen Betrieb der Bahn geschlagen wurde. Wie ich bereits in einem anderen Blogeintrag erwähnte, gefällt mir persönlich dieser Umgang mit der Natur nicht. Keine 10 Minuten weiter, überqueren wir wieder eine Schneise, für einen geplanten Neubau. Dieser soll ebenfalls zur Rendlhütte führen. Zwei parallele Bahnen? Ist das nötig? Ich weiß es nicht, die Betreiber werden schon wissen was sie machen (oder auch nicht).

Auf halber Strecke zur Rendlalpe kommen wir am oberen Wasserfall des Stockibach entlang. Hier ist eine ausgedehnte Fotopause notwendig. Auf der Karte sehen wir, dass wir auf dem Rückweg am unteren Wasserfall vorbeikommen. Da haben sich die Ösis nicht lumpen lassen und diesen auch extra Ausgeschildert.

Erzherzog-Eugen-Weg | Wasserfall des Stockibachs

Ab jetzt geht der Weg über eine Forstautobahn weiter. Auf der Karte haben wir aber gesehen, dass es noch einen anderen Weg zur Alpe gibt. Also Blinker gesetzt und rechts abgebogen. Dieser Weg ist so ähnlich, wie der der Weg von der Schnann-Klamm zur Fritz-Hütte. Egal, Augen zu und durch. Oben gibt’s ja Holla-Limo und Topfenstrudel. Völlig durchgeschwitzt, zum Ärger von Schatzi und mir liegt der Weg im prallen Sonnenschein, kommen wir auf der Alpe an. Doch was müssen unsere vom Schweiß verklebten Augen sehen: Kloset, Hütte zu, nicht auf, Holla-Limo ade.

Erzherzog-Eugen-Weg | Rendlalpe

Unterwegs kein Hinweis auf Ruhezeiten oder ähnliches. Ich werde den ortsansässigen Alpenverein zu einer Nachschulung entsenden: „Touristengerechtes-Ausschildern-Von-Wegen“. Wie wir jetzt so dumm rumstehen, beschließen wir auf dem Rückweg am unteren Wasserfall eine Pause einzulegen und unser Riegel zu essen.

Erzherzog-Eugen-Weg | Tränke bei der Rendlalpe

Die Abkürzung wollen wir aber nicht auch noch zurücklaufen, also nehmen wir den Forstweg. Ist zwar wesentlich länger, dauert aber auch nicht länger und ist kniefreundlicher. An der Abzweigung angekommen, auf dem Hinweg haben wir die Beschilderung schon bewundert, biegen wir dann scharf rechts ab und gehen Richtung Wasserfall.

Am Wasserfall angekommen machen wir die geplante Pause. Immerhin steht hier direkt eine Bank mit Blick ins Tal (nicht auf den Wasserfall). Nach der Pause probieren wir noch einige Fotos von uns und dem Wasserfall zu machen. Ich glaube, die sind diesmal nicht ganz so gelungen.

Erzherzog-Eugen-Weg | Jeannette & Dirk vor dem Stockibach-Wasserfall

Danach geht es dann zurück in das Hotel wo wir uns erst einmal den Schweiß abduschen. Ich glaube, dass ich es bereits erwähnte, dass ich mit dem „Schaun-Das-Schaf-Hemd“ sehr zufrieden bin. Also habe ich beschlossen, mir noch eine „Schaun-Jacke“ zu kaufen (gibt ja auch gerade 50%). Gesagt getan, bin jetzt Besitzer einer „Schaun-Jacke“. Mein Schatzi hat sich bei der Gelegenheit gleich mit Wandersocken von Schaun, ausgestattet.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Heute, am letzten Tag in St. Anton, wollen wir noch eine Wanderung unternehmen. Also beim Frühstück die Wanderkarte von links nach rechts und zurück gedreht. Nach dem zweiten Latte Macchiato fällt unsere Wahl auf die Wanderung zur Rendlalpe. Diese soll an einem Wasserfall vorbei führen.

Also machen wir uns wieder wanderfein, packen unsere Rücksäcke, schnappen die Wanderstöcke und nehmen noch ausreichend Wasser mit. Zuerst müssen wir auf die andere Seite der Schnellstraße und überqueren diese auf einer Skibrücke. Die Wanderung beginnt großartig: Sonnenschein und unsere Route ist hier unten auch ausgeschildert: Rendlalpe Weg Nr. 4.

Zuerst geht es einen Forstweg hoch. Nach 10 Minuten kommen wir an einen Abzweig. Und siehe da: Unser Weg ist nicht mehr auf den Schildern. Nach längerem Kartenstudium und unter Zuhilfenahme des GPS glauben wir den richtigen Weg gefunden zu haben. Weiter geht’s den Berg hoch und an der nächsten Abzweigung steht unser Weg wieder dran: Diesmal heißt er „Erzherzog-Eugen-Weg“. Die Ösis haben einen Faibel ihre Touristen zu verwirren. Mal lassen sie den Weg auf den Schildern einfach weg, manchmal werden die Wege einfach nur umbenannt. Entfernungen und Dauer sind auf den Schildern nur in allergrößter Not genannt. Egal, wir gehen mutig weiter.

Der „Erzherzog-Eugen-Weg“ erfreut sich bei den Pilzen größter Beliebtheit. So viele Pilze haben wir am Straßenrand noch nie gesehen.

Erzherzog-Eugen-Weg | Pilz am Wegesrand
Erzherzog-Eugen-Weg | Steinpilz am Wegesrand

Warum der Weg so heißt, ist nirgendwo erklärt, auch das Internet hat mir hier nicht weitergeholfen. Wer es herausfindet kann es für sich behalten oder mir ein Email schreiben. Der Weg führt oberhalb von St. Anton in östliche Richtung das Tal herunter.

Erzherzog-Eugen-Weg | Blick auf Sankt Anton

Hier unterqueren wir die Rendlebahn, die im Winter die Skifahrer auf die Rendlhütte bring. Jetzt im Sommer ist sie nur an zwei Tagen in der Woche in Betrieb. Heute zum Glück nicht. Wir sehen nur die Schneise im Wald, die für den reibungslosen Betrieb der Bahn geschlagen wurde. Wie ich bereits in einem anderen Blogeintrag erwähnte, gefällt mir persönlich dieser Umgang mit der Natur nicht. Keine 10 Minuten weiter, überqueren wir wieder eine Schneise, für einen geplanten Neubau. Dieser soll ebenfalls zur Rendlhütte führen. Zwei parallele Bahnen? Ist das nötig? Ich weiß es nicht, die Betreiber werden schon wissen was sie machen (oder auch nicht).

Auf halber Strecke zur Rendlalpe kommen wir am oberen Wasserfall des Stockibach entlang. Hier ist eine ausgedehnte Fotopause notwendig. Auf der Karte sehen wir, dass wir auf dem Rückweg am unteren Wasserfall vorbeikommen. Da haben sich die Ösis nicht lumpen lassen und diesen auch extra Ausgeschildert.

Erzherzog-Eugen-Weg | Wasserfall des Stockibachs

Ab jetzt geht der Weg über eine Forstautobahn weiter. Auf der Karte haben wir aber gesehen, dass es noch einen anderen Weg zur Alpe gibt. Also Blinker gesetzt und rechts abgebogen. Dieser Weg ist so ähnlich, wie der der Weg von der Schnann-Klamm zur Fritz-Hütte. Egal, Augen zu und durch. Oben gibt’s ja Holla-Limo und Topfenstrudel. Völlig durchgeschwitzt, zum Ärger von Schatzi und mir liegt der Weg im prallen Sonnenschein, kommen wir auf der Alpe an. Doch was müssen unsere vom Schweiß verklebten Augen sehen: Kloset, Hütte zu, nicht auf, Holla-Limo ade.

Erzherzog-Eugen-Weg | Rendlalpe

Unterwegs kein Hinweis auf Ruhezeiten oder ähnliches. Ich werde den ortsansässigen Alpenverein zu einer Nachschulung entsenden: „Touristengerechtes-Ausschildern-Von-Wegen“. Wie wir jetzt so dumm rumstehen, beschließen wir auf dem Rückweg am unteren Wasserfall eine Pause einzulegen und unser Riegel zu essen.

Erzherzog-Eugen-Weg | Tränke bei der Rendlalpe

Die Abkürzung wollen wir aber nicht auch noch zurücklaufen, also nehmen wir den Forstweg. Ist zwar wesentlich länger, dauert aber auch nicht länger und ist kniefreundlicher. An der Abzweigung angekommen, auf dem Hinweg haben wir die Beschilderung schon bewundert, biegen wir dann scharf rechts ab und gehen Richtung Wasserfall.

Am Wasserfall angekommen machen wir die geplante Pause. Immerhin steht hier direkt eine Bank mit Blick ins Tal (nicht auf den Wasserfall). Nach der Pause probieren wir noch einige Fotos von uns und dem Wasserfall zu machen. Ich glaube, die sind diesmal nicht ganz so gelungen.

Erzherzog-Eugen-Weg | Jeannette & Dirk vor dem Stockibach-Wasserfall

Danach geht es dann zurück in das Hotel wo wir uns erst einmal den Schweiß abduschen. Ich glaube, dass ich es bereits erwähnte, dass ich mit dem „Schaun-Das-Schaf-Hemd“ sehr zufrieden bin. Also habe ich beschlossen, mir noch eine „Schaun-Jacke“ zu kaufen (gibt ja auch gerade 50%). Gesagt getan, bin jetzt Besitzer einer „Schaun-Jacke“. Mein Schatzi hat sich bei der Gelegenheit gleich mit Wandersocken von Schaun, ausgestattet.