Oh Schreck lass nach. Beim Frühstück stellen wir folgendes fest: Kaffee gibt es nur aus dem Vollautomaten oder den besonders leckeren Hotelkaffee im Kännchen. Ist halt von Italien doch einige Kilometer entfernt. Der Schreck ist dann aber doch nicht so groß, der Kaffee lässt sich einigermaßen trinken.

Beim Frühstück suchen wir uns, zwischen zwei Vollautomaten-Kaffees, eine Einstiegswanderung für den ersten Tag aus. Sie soll nicht zu kurz aber auch nicht zu lang sein. Unsere Wahl fällt auf eine Rundwanderung von angegebenen drei Stunden. Klingt Okay, machen wir so. Also ins Zimmer und die Wanderklamotten anziehen. Ich habe mir kurz vor dem Urlaub noch ein neues Funktionshemd aus Merinowolle gekauft. Mein Schatz nennt es „Shaun-das-Schaf-Hemd“. Bin noch etwas skeptisch ob es hält was die Werbung verspricht: Stinkt nicht und hält immer die richtige Temperatur.

Los geht´s zur Wanderung in St. Anton. Die ersten sechs km geht es auf 1600 m Höhe (in leicht ansteigenden Wellen). Vorbei an Wasserfällen, murmelnden Bächlein und grandiosen Aussichten.

Moostalwanderweg | Anstieg auf dem Moostalwanderweg
Moostalwanderweg | Murmelndes Bächlein Rosanna

Dieser schöne Pilz steht direkt am Wegesrand. Muss ich natürlich auch gleich Fotografieren. Ich glaube mein Schatz hat auch ein „Making-Off“ fotografiert. Muss mir gleich mal Ihre Bilder ansehen.

Moostalwanderweg | Fliegenpilz

Die Beschilderung der Wanderwege ist hier manchmal etwas grenzwertig. Ohne gutes Kartenmaterial (Karte und Navi) ist der Weg nicht zu finden, da entweder keine Schilder stehen oder auf den Schildern stehen alle Wanderwege, nur nicht der, den wir uns ausgesucht haben. Dafür steht an Stellen wo man(n) nur gerade ausgehen kann ein Schild. Echte Verschwendung von Metall.

Moostalwanderweg | Wanderhinweis

Durch diverse Fotografiepausen kommen wir nach 3,5 Stunden an der Ferwall-Hütte an. Vorher gehen wir aber noch den Abstecher zum Verwall-See. Ist jetzt nichts Besonderes, ein See halt.

In der Hütte essen wir beide je einen Topfenstrudel und trinken Apfelschorle. Neben uns sitzen vier alte Männer, die Ihren Gesprächen nach zu urteilen, besser als jeder andere die Welt retten könnten. Habe meinen Schatz gerade noch von Kommentaren abgehalten. Es ging um Politik (Politiker verdienen zu viel), Beamte (gehören abgeschafft) und reiche Menschen (was machen die eigentlich mit Ihrem Geld?). Wer meinen Schatz kennt, weiß wie Sie darauf reagiert. Die Bedienung haben sie auch jedes Mal mit dummen Sprüchen beglückt. Alte Männer halt.

Zwischendurch sollte ich noch ein Bild von den vier machen. Haben vorher meine Kamera gesehen, liegt ja auf dem Tisch. Der Besitzer des Wunderwerkes schaltet seine Kamera ein und will mir erklären, wie ich das Foto am besten zu machen habe. Beim langen Erklären geht dann leider die Kamera aus: Akku alle. Ist aber schade, hätte doch so gerne ein Bild von den vier Musketieren gemacht :-).

Wunderbar gestärkt geht es tendenziell bergab zu unserem Hotel. Auch hier gibt es wieder unzählige Wasserfälle, Rinnsale und murmelnde Bächlein. Es ist schon fast lästig jeden zu würdigen und anzuschauen. Das nenn ich stöhnen auf hohem Niveau. Zwischen dem einen oder anderen Wasserfall beschließen wir, noch schnell bei einem Supermarkt im Dorf vorbeizugehen, um Müsliriegel für die nächste Wanderung zu kaufen. Hatten diesmal keine dabei. Sollte man aber unbedingt dabei haben. Die Wanderung kann ja doch mal etwas länger dauern. Auf dem Weg zum Supermarkt kommen wir an einem Sportladen vorbei, der halbe Ort besteht aus Sportläden, der die „Shaun-das-Schaf-Hemden“ für den halben Preis feilbietet. Nichts wie rein in den Laden und mit zwei neuen Hemden wieder raus. Habe nämlich auf der Wanderung festgestellt, dass das Hemd verspricht, was die Werbung hält (oder andersherum). Auf der „kleinen Einstiegswanderung“ sind wir schlussendlich 16 Km gelaufen, 630 m hoch und auch wieder runter und sie hat insgesamt 5,5 Stunden gedauert. Für den ersten Tag gar nicht mal so schlecht. Sind beide aber auch echt ermattet. Haben es aber immerhin noch rechtzeitig zum Kaffee und Kuchen geschafft! Danach: „Same procedure as yesterday“: Sauna, Sechs-Gänge Menü und ab ins Bett. Der nächste Tag wartet bereits mit neuen Abenteuern.

Wenn das mit dem Abendessen so weiter geht, können wir die Berge bald rauf und wieder runterrollen.

Wir, das sind Jeannette & Dirk, leben und arbeiten in Berlin. Wir reisen gerne und halten dies auch im Foto fest. In diesem Blog möchten wir euch an unseren Reisen teilhaben lassen. Wir sind keine Backpacker, sondern lieben es in schönen Hotels und Pensionen zu wohnen.

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Oh Schreck lass nach. Beim Frühstück stellen wir folgendes fest: Kaffee gibt es nur aus dem Vollautomaten oder den besonders leckeren Hotelkaffee im Kännchen. Ist halt von Italien doch einige Kilometer entfernt. Der Schreck ist dann aber doch nicht so groß, der Kaffee lässt sich einigermaßen trinken.

Beim Frühstück suchen wir uns, zwischen zwei Vollautomaten-Kaffees, eine Einstiegswanderung für den ersten Tag aus. Sie soll nicht zu kurz aber auch nicht zu lang sein. Unsere Wahl fällt auf eine Rundwanderung von angegebenen drei Stunden. Klingt Okay, machen wir so. Also ins Zimmer und die Wanderklamotten anziehen. Ich habe mir kurz vor dem Urlaub noch ein neues Funktionshemd aus Merinowolle gekauft. Mein Schatz nennt es „Shaun-das-Schaf-Hemd“. Bin noch etwas skeptisch ob es hält was die Werbung verspricht: Stinkt nicht und hält immer die richtige Temperatur.

Los geht´s zur Wanderung in St. Anton. Die ersten sechs km geht es auf 1600 m Höhe (in leicht ansteigenden Wellen). Vorbei an Wasserfällen, murmelnden Bächlein und grandiosen Aussichten.

Moostalwanderweg | Anstieg auf dem Moostalwanderweg
Moostalwanderweg | Murmelndes Bächlein Rosanna

Dieser schöne Pilz steht direkt am Wegesrand. Muss ich natürlich auch gleich Fotografieren. Ich glaube mein Schatz hat auch ein „Making-Off“ fotografiert. Muss mir gleich mal Ihre Bilder ansehen.

Moostalwanderweg | Fliegenpilz

Die Beschilderung der Wanderwege ist hier manchmal etwas grenzwertig. Ohne gutes Kartenmaterial (Karte und Navi) ist der Weg nicht zu finden, da entweder keine Schilder stehen oder auf den Schildern stehen alle Wanderwege, nur nicht der, den wir uns ausgesucht haben. Dafür steht an Stellen wo man(n) nur gerade ausgehen kann ein Schild. Echte Verschwendung von Metall.

Moostalwanderweg | Wanderhinweis

Durch diverse Fotografiepausen kommen wir nach 3,5 Stunden an der Ferwall-Hütte an. Vorher gehen wir aber noch den Abstecher zum Verwall-See. Ist jetzt nichts Besonderes, ein See halt.

In der Hütte essen wir beide je einen Topfenstrudel und trinken Apfelschorle. Neben uns sitzen vier alte Männer, die Ihren Gesprächen nach zu urteilen, besser als jeder andere die Welt retten könnten. Habe meinen Schatz gerade noch von Kommentaren abgehalten. Es ging um Politik (Politiker verdienen zu viel), Beamte (gehören abgeschafft) und reiche Menschen (was machen die eigentlich mit Ihrem Geld?). Wer meinen Schatz kennt, weiß wie Sie darauf reagiert. Die Bedienung haben sie auch jedes Mal mit dummen Sprüchen beglückt. Alte Männer halt.

Zwischendurch sollte ich noch ein Bild von den vier machen. Haben vorher meine Kamera gesehen, liegt ja auf dem Tisch. Der Besitzer des Wunderwerkes schaltet seine Kamera ein und will mir erklären, wie ich das Foto am besten zu machen habe. Beim langen Erklären geht dann leider die Kamera aus: Akku alle. Ist aber schade, hätte doch so gerne ein Bild von den vier Musketieren gemacht :-).

Wunderbar gestärkt geht es tendenziell bergab zu unserem Hotel. Auch hier gibt es wieder unzählige Wasserfälle, Rinnsale und murmelnde Bächlein. Es ist schon fast lästig jeden zu würdigen und anzuschauen. Das nenn ich stöhnen auf hohem Niveau. Zwischen dem einen oder anderen Wasserfall beschließen wir, noch schnell bei einem Supermarkt im Dorf vorbeizugehen, um Müsliriegel für die nächste Wanderung zu kaufen. Hatten diesmal keine dabei. Sollte man aber unbedingt dabei haben. Die Wanderung kann ja doch mal etwas länger dauern. Auf dem Weg zum Supermarkt kommen wir an einem Sportladen vorbei, der halbe Ort besteht aus Sportläden, der die „Shaun-das-Schaf-Hemden“ für den halben Preis feilbietet. Nichts wie rein in den Laden und mit zwei neuen Hemden wieder raus. Habe nämlich auf der Wanderung festgestellt, dass das Hemd verspricht, was die Werbung hält (oder andersherum). Auf der „kleinen Einstiegswanderung“ sind wir schlussendlich 16 Km gelaufen, 630 m hoch und auch wieder runter und sie hat insgesamt 5,5 Stunden gedauert. Für den ersten Tag gar nicht mal so schlecht. Sind beide aber auch echt ermattet. Haben es aber immerhin noch rechtzeitig zum Kaffee und Kuchen geschafft! Danach: „Same procedure as yesterday“: Sauna, Sechs-Gänge Menü und ab ins Bett. Der nächste Tag wartet bereits mit neuen Abenteuern.

Wenn das mit dem Abendessen so weiter geht, können wir die Berge bald rauf und wieder runterrollen.